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Bistum Dresden Meissen

Proviant für den Tag

Nahrung für die Seele

Die Seele wohnt dem Menschen inne, sie prägt seine Einmaligkeit. Ganz verschieden hören sich ihre Melodien an. Manchmal eher tragend, manchmal schwungvoll und energiegeladen. Manchmal ist nur ein leiser, fast stiller Klang zu vernehmen. Fast lässt sich dieser Klang überhören.


Spirituelle Impulse, Gebete und Meditationen können den Dialog mit der Seele anbahnen. In der Mitte seiner selbst berührt zu werden, ist nicht planbar, nicht machbar. Mögen sich die täglichen Impulse hin und wieder als gutes Weggeleit erweisen, durch das der Tisch des Inneren Menschen nahrhaft gedeckt wird.

 

 

Gottes Segen

Möge Gottes Segen

unsere Lebenswege ausleuchten,

die besten Kräfte in uns wecken

und uns oft mit Freude und Stimmigkeit erfüllen.

 

Norbert Mothes

Die Freude am Herrn ist unsere Stärke

belebt

gesegnet

geführt

getröstet

erneuert

behütet

umworben

gewollt

ersehnt

 

Norbert Mothes

entgrenzt

Wo ich an meine Grenzen stoße,

wohnst Du;

wo mir die Zügel

aus der Hand genommen werden,

fängt Deine Führung an;

wo ich nicht mehr kann,

kannst Du mich tragen;

wo ich mir nicht genüge,

genüge ich

Dir.

 

Bernhard Meuser in seinem Buch Am Ende des Tages   365 Gebete und Impulse

gottoffen

öfters oder wenigstens gelegentlich die Leerstellen in seinem Leben zulassen, sie aushalten, sie Gott hinhalten

sich einüben in eine Lebenshaltung, die heiteren und tapferen Schrittes auszuschreiten vermag, weil unser Leben von Gott gesegnet und unterfangen ist

 

Norbert Mothes

Lied an das Licht

Licht, das uns anstößt früh am Morgen,

zeitloses Licht, in dem wir stehn,

kalt, jeder einzeln, ungeborgen,

Licht, fach mich an und lass mich gehn.

Dass keiner ausfällt, dass wir alle,

so schwer und traurig wir auch sind,

nicht aus des anderen Gnade fallen

und ziellos, unauffindbar sind.

Licht, meiner Stadt, getreuer Hüter,

bleibendes Licht, das einst gewinnt.

Wie meines Vaters feste Schulter

trag mich, dein Ausschau haltend Kind.

Licht, Kind in mir, mit meinen Augen

schau aus, ob schon die Welt ersteht,

wo Menschen würdig leben dürfen

und jeder Name Frieden trägt.

Alles wird weichen und verwehen,

was nicht geeicht ist auf das Licht.

Sprache wird nur Verwüstung säen,

und unsre Taten bleiben nicht.

Vielstimmen-Licht in unsren Ohren,

solang das Herz in uns noch schlägt.

Liebster der Menschen, erstgeboren,

Licht, letztes Wort von ihm, der lebt.

 

Huub Oosterhuis in Das Huub Oosterhuis Lesebuch

Lebensmaxime

das Heile mitten im Zwiespältigen und Gebrochenen nicht übersehen

Gottes heilender Kraft den Weg bahnen

an der Vision dranbleiben, dass uns vollendetes, heiles Leben zugedacht ist.

 

Norbert Mothes

 

Du, der weiß (3)

Der in der letzten Nacht, da er noch lebte,

das Brot gebrochen hat und ausgeteilt

und hat gesagt:

Nehmt alle, esst, das ist mein Leib,

so sollt ihr tun zu meinem Gedächtnis.

Dann nahm er auch den Becher,

und er sagte:

Das ist der neue Bund, das ist mein Blut.

Das wird vergossen

zur Vergebung eurer Sünden.

Wenn ihr aus diesem Becher trinkt,

dann denkt an mich.

Darum nehmen wir zu seinem Gedächtnis

das Brot und brechen es füreinander,

damit wir wissen, was uns erwartet,

wenn wir leben, wie er uns vorgelebt.

Und wenn du ihn aus dem Tod gerettet hast,

Gott, wenn er tot und begraben,

doch lebt bei dir:

Dann rette uns auch

und halte uns am Leben,

führ dann auch uns

durch den Tod hindurch.

Und mach uns neu,

denn warum er –

und warum wir nicht –

wir sind doch auch Menschen.

 

Huub Oosterhuis in dem Buch Das Huub Oosterhuis Lesebuch

Sie sind eingeladen, den Tisch des inneren Menschen mit zu decken. Reichen Sie Ihre Beiträge bitte über meine E-Mailadresse ein.

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