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Bistum Dresden Meissen

Proviant für den Tag

Nahrung für die Seele

Die Seele wohnt dem Menschen inne, sie prägt seine Einmaligkeit. Ganz verschieden hören sich ihre Melodien an. Manchmal eher tragend, manchmal schwungvoll und energiegeladen. Manchmal ist nur ein leiser, fast stiller Klang zu vernehmen. Fast lässt sich dieser Klang überhören.


Spirituelle Impulse, Gebete und Meditationen können den Dialog mit der Seele anbahnen. In der Mitte seiner selbst berührt zu werden, ist nicht planbar, nicht machbar. Mögen sich die täglichen Impulse hin und wieder als gutes Weggeleit erweisen, durch das der Tisch des Inneren Menschen nahrhaft gedeckt wird.

Quellgebiet für den Grundwasserspiegel unserer Seele

Wie könnte es mir gelingen, die Seele als Kraftquelle besser kennenzulernen?

Habe ich einen Einfluss darauf, dass der Grundwasserspiegel meiner Seele hoch genug ist?

Ist es nur so etwas wie Selbstermunterung, wenn ich in meiner Seele versuche nach Vertrauen, Hoffnung, Mut… auszugreifen?
Oder bin ich da schon mitten drin im Dialog mit Gott?

Bei Gott allein wird ruhig meine Seele, von ihm kommt mir Rettung. Er allein ist mein Fels und meine Rettung, meine Burg, ich werde niemals wanken.

Psalm 62,2f

 

Norbert Mothes

Damit unsere Herzen sich für die Liebe entscheiden

Lebendiger Gott, erhalte in uns die Lebendigkeit, die ausgreift über das vermeintlich Durchschaubare und Verrechenbare hinaus.

Führe und leite uns, nah dran sein an der Spur deiner Liebe, die unser Leben durchzieht.

Leite uns auf der Spur unseres Lebens und lass dich als den erkennen, der uns in das Leben geliebt hat.

 

Norbert Mothes

Alternative zur Selbstoptimierung

Die Schwächen unserer eigenen Seele beschreibt Joan Chittister in ihrem Buch Das Leben beginnt in dir als jene Stellen, wo die Liebe Gottes eindringen möchte, um uns mit dem zu erfüllen, was uns selbst fehlt. Wachstum - wahres Wachstum – ist die Erkenntnis, dass Gott für uns bereitsteht und nur darauf wartet, uns endlich ausfüllen zu dürfen. Wenn wir es endlich schaffen, nicht mehr jeden Moment, jede Person, jedes Ereignis und jede Erfahrung für uns selbst einzunehmen, kann Gott sich in uns ausbreiten.

Norbert Mothes

Liebe

ist uns voraus

ist in uns angelegt

inspiriert und beflügelt uns, die Herausforderungen an den inneren

Menschen zu bejahen

regt zu kreativen Ideen an, die dem Wagnis der Liebe folgen

ist oftmals der Ohnmacht ausgeliefert

ist der Praxistest für unseren Glauben und unsere Hoffnung

führt uns mittenhinein in das Geheimnis unseres Lebens

 

Elke von Schmude

Meditation zu 1 Kor 13, 4-13

Auf den Punkt gebracht

Kommt es Ihnen auch öfters so vor, als wäre ein hoher Aufwand an Gehirnakrobatik nötig, um klar zubekommen, dass der Gott unseres Lebens in unserer Lebenswelt gegenwärtig ist?

Ganz ohne Gehirnakrobatik kommt Ulrich Lüke in seinem Buch Einladung ins Christentum aus. Im Kapitel Göttliche Tugenden schreibt er:

Die Liebe hat und ist eine menschliche und eine übermenschliche Macht. Sie macht menschlich und führt den Menschen über das Menschliche hinaus zu Gott; denn: “Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm“ (1 Joh 4,16). Das dürfen auch wir uns gesagt und angetan sein lassen.

 

Norbert Mothes

Großherzigkeit - Tugend mit Relevanz


Die Großherzigkeit ist eine Tugend, zu der sich in kaum einem Wörterbuch etwas finden lässt. Dass sie für das menschliche Miteinander ebenso wichtig ist wie das Salz in der Suppe, das wird am Pontifikat von Papst Franziskus ansichtig.

In seinem Buch Die innere Mitte finden beschreibt Andreas Dick einen großherzigen Menschen: 

Ein Großherziger hat ein großes Herz, in dem viel Platz ist. Er möchte sich verschenken, will andere an seiner inneren Zufriedenheit teilhaben lassen und wünscht, dass alle Wesen glücklich sein mögen. Großherzige Menschen begegnen anderen liebevoll, nicht weil sie sich irgendeinen Lohn oder einen Vorteil davon versprechen, sondern einzig für das Wohl der anderen. Die Liebe, die dadurch entsteht, wird im Christentum Agape oder selbstlose, göttliche Liebe genannt.


Norbert Mothes

Ankerplätze im Fahrwasser des Lebens

Kennzeichnend für uns Heutige ist, dass wir von Informationen und Meinungen überflutet werden. Vor allem ist es unser innerer Mensch, der darunter leidet. Es ist nicht gut auszuhalten, in unwegsamen Fluten unterwegs zu sein.

Wie kann die Navigation meines Lebensschiffes gelingen? Kenne ich Ankerplätze für mein Lebensschiff? 

Übrigens, glauben heißt, sich, sein Leben festmachen in Gott.

 

Norbert Mothes

Sie sind eingeladen, den Tisch des inneren Menschen mit zu decken. Reichen Sie Ihre Beiträge bitte über meine E-Mailadresse ein.