Öffentliche Aufführung von Musikwerken - GEMA

Die GEMA ist zuständig für die Verwertung von urheberrechtlich geschützter Musik bei öffentlichen Aufführungen, also musikalischen Darbietungen vor Publikum. Unerheblich ist, ob es sich um Live- oder Tonträger-Musik handelt.

Zwischen GEMA und Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) besteht ein Pauschalvertrag, der bis Ende 2020 die Wiedergabe von Musikwerken bei „Konzert- und Gemeindeveranstaltungen“ in Einrichtungen der katholischen Kirche regelt. Detaillierte Informationen dazu sind in einem Merkblatt zu finden. 

Einzelne Veranstaltungen sind von einer Melde- und Vergütungsfrist gänzlich freigestellt. Dazu gehören ein Pfarrfest jährlich, ein Kindergartenfest jährlich, eine adventliche Feier jährlich sowie eine Seniorenveranstaltung monatlich. Jedes weitere Fest ist zwar zu melden, nicht aber vergütungspflichtig.

Konzerte der Ernsten Musik oder der liturgischen Musik wie auch Gospelgesang sind von einer Vergütungspflicht befreit. Sie sind allerdings, unter Angabe der Musikfolge, bis 10 Tage nach Veranstaltung zu melden. Auch Veranstaltungen mit Unterhaltungsmusik (z.B. Jugendveranstaltungen, Bunte Abende) können von einer Vergütungspflicht befreit sein und lediglich der Meldepflicht unterliegen: Dies gilt aber nur unter der Voraussetzung, dass diese Veranstaltungen nicht überwiegend mit Tanz verbunden sind und dass die Teilnahme ohne Eintrittskosten möglich ist.

Alle sonstigen Konzerte der Unterhaltungsmusik, Tanzveranstaltungen und Bühnenaufführungen sind nicht vom Pauschalvertrag erfasst, daher zu melden (bis ca. 2 Wochen vor Veranstaltung) und zu vergüten. Auf die für Konzerte mit Unterhaltungsmusik zu zahlenden Tarife wird ein Nachlass in Höhe von 20% gewährt.

Für die Meldung der genannten meldepflichtigen Veranstaltungen bzw. Konzerte wurde mit der GEMA ein Formular („Fragebogen“) abgestimmt. Der Veranstalter sollte hier deutlich die Zugehörigkeit zur Katholischen Kirche verzeichnen, um von Rabatten zu profitieren. Die Mitglieds-Nummer ist bei der ersten Meldung offen zu lassen, sie wird von der GEMA bei der ersten Rechnungstellung vergeben.

Verantwortlich für die Meldung und Vergütung ist immer der Veranstalter, z.B. die Pfarrei. Werden nur die Räumlichkeiten der Kirche genutzt, liegt die Verantwortlichkeit beim externen Veranstalter. Im Zweifel sollte sich die Pfarrei dies vorab schriftlich bestätigen lassen.

Davon unberührt bleibt die Aufführung von Musik im Rahmen von Gottesdiensten oder "gottesdienstähnlichen Veranstaltungen", die über einen weiteren Pauschalvertrag bis Ende 2020 geregelt und abgegolten ist. Eine Nutzung von Musik im Gottesdienst ist also weiterhin ohne Meldung und Vergütung möglich.

Detaillierte Informationen sowie Formular zur GEMA-Anmeldung im Downloadbereich des VDD unter „Nutzung von Musikwerken bei kirchlichen Feiern“.



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