Vervielfältigung von Noten und Liedtexten

Gemäß Vertrag mit der VG Musikedition haben die Einrichtungen der Katholischen Kirche das Recht, urheberrechtlich geschützte Gemeindegesänge und Lieder (Texte und Noten) für Gottesdienste und gottesdienstähnliche Veranstaltungen zu vervielfältigen (vertraglich geregelt bis Ende 2019).

Erlaubte Kopien und Liedhefte

Dabei bezieht sich die Vervielfältigungsgenehmigung auf „einzelne Liedtexte“ bzw. eine Zusammenstellung einzelner Liedtexte auf einer Seite zum ein- oder mehrmaligen Gebrauch. Die Stückzahlen sind auf 1.000 begrenzt. Darüber hinausgehende Stückzahlen müssen rechtzeitig vor der Veranstaltung bei der VG Musikedition gemeldet werden.

Außerdem ist es erlaubt, Liedhefte bis max. 8 Seiten zu erstellen, diese jedoch nur zum einmaligen Gebrauch (z.B. für Hochzeiten, Taufen etc.). Ist die Seitenzahl des Heftes höher, oder der Gebrauch nicht ausschließlich für eine Veranstaltung vorgesehen, ist ebenfalls – bereits vor Druck – eine Meldung an die VG Musikedition notwendig.

Nicht erlaubte Vervielfältigung

Ausdrücklich ausgeschlossen ist die Herstellung und Nutzung von Kopien zur Sichtbarmachung mittels Overheadprojektor, Beamer o.ä.

Für Großveranstaltungen mit mehr als 10.000 Vervielfältigungen je Lied oder Liedtext müssen die Lizenzen bei der VG Musikedition gesondert eingeholt werden.

Gesonderte Vereinbarung zu wissenschaftlichen Ausgaben und nachgelassenen Werken

Zusätzlich gibt es einen Gesamtvertrag über wissenschaftliche Ausgaben und nachgelassene Ausgaben, die jeweils einen verkürzten Schutz von 25 Jahren genießen (gemäß §§ 70, 71 UrhG). Der Vertrag läuft bis 31.12.2024; die Konditionen hierfür sind bei den Ansprechpartnern des VDD bzw. der GEMA zu erfragen.

Kopierverbot für Chornoten, Instrumentalstücke etc.

Was nicht zum Gemeindegesang gehört, wird nicht durch den Vertrag abgegolten. Das Anfertigen von Kopien für Chöre, Solisten, Instrumentalisten, Organisten, Orchester oder Bands ist also ohne Erlaubnis des Rechteinhabers (Verlag, Autor) verboten. Nur legal erworbene Chorsätze und Noten dürfen verwendet werden. Auch ist die Vervielfältigung von nicht neu bearbeiteten Liedern, deren Urheberrechte abgelaufen sind, möglich.

Im Einzelfall sollte geprüft werden, ob Fotokopien die günstigste Alternative sind. Unter Umständen sind Angebote von Verlagen preisgünstiger als die Anfertigung von Einzelkopien. Die Praktikabilität beim Einsatz in Gottesdiensten ist bei regulär gekauften Noten / Notensammlungen vermutlich besser.

 

Detaillierte Informationen im Merkblatt „VG Musikedition“



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