Bischof Timmerevers spricht auf der Synode der EKD in Dresden
Christsein in Ostdeutschland nicht ohne ökumenische Gemeinschaft lebbar
Dresden. Bischof Heinrich Timmerevers hat am 9. November 2025 in Vertretung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, auf der sechsten Tagung der 13. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Dresden gesprochen. Er betonte, dass die Kirchen in Deutschland miteinander seit vielen Jahren auf einem guten Weg seien: „Die Deutsche Bischofskonferenz und die EKD stehen im Kontaktgesprächskreis in einem beständigen und förderlichen Austausch über die Themen, die sie gemeinsam betreffen.“
Der Bischof von Dresden-Meißen hob die ökumenische Zusammenarbeit in Ostdeutschland in seiner Ansprache besonders hervor: „Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass gerade in den ostdeutschen Gebieten, wo das Christentum in einer mehr oder weniger ausgeprägten Minderheitensituation ist, Christsein ohne die Gemeinschaft mit den Schwestern und Brüdern in anderen Kirchen und christlichen Gemeinschaften nicht denkbar und nicht lebbar wäre.“ Diese Zusammenarbeit geht auf eine Tradition zurück, die sich bereits in den Jahren der DDR gezeigt hat: „Für die Gläubigen – ob evangelisch oder katholisch – wuchs in dieser Zeit das Bewusstsein, nicht allein zu stehen, sondern gemeinsam Zeugnis zu geben.“
Für die Zukunft der Ökumene in der Region sagte Bischof Timmerevers: „In enger Zusammenarbeit prüfen die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und das Bistum Dresden-Meißen die Gründung einer Gemeinsamen Akademie der Kirchen in Sachsen mit dem Ziel, eine gemeinsame Bildungs- und Begegnungsstätte zu etablieren. Diese Akademie soll mehr sein als eine Institution – sie soll ein lebendiger Ort werden, an dem Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen zusammenkommen, voneinander lernen und sich gemeinsam auf Verantwortung in Kirche und Gesellschaft vorbereiten.“ Diese „Gemeinsame Akademie der Kirchen“ sei eine große Chance. „Wenn wir diesen Schritt wagen, setzen wir ein sichtbares Zeichen dafür, dass Kirche – ausdrücklich in der Ökumene verbunden – zukunftsorientiert, gestaltungsfähig und relevant für die Menschen unserer Region ist“.
dbk