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Bistum Dresden Meissen

Religionsunterricht

Schulischer Religionsunterricht

Seit inzwischen fast 30 Jahren ist katholischer Religionsunterricht genauso wie evangelischer Religionsunterricht gemäß dem im Grundgesetz garantierten Recht offizielles Unterrichtsfach an allen Schulformen im Freistaat Sachsen. Dennoch ist aufgrund der Diasporasituation die Organisation des schulischen Unterrichtes oft schwierig.

Ganz klar geht es im Religionsunterricht um die Vermittlung von Wissen, auch von Wissen um die eigene kulturelle Entwicklung und Identität, angebunden an die Glaubenserfahrungen und die Glaubensgemeinschaft. Der Unterricht ist offen für Schülerinnen und Schüler anderer Konfessionen oder ohne Bekenntnis. Nur weil es um Wissensvermittlung und nicht um Missionierung geht, ist auch eine Leistungsbewertung möglich und sinnvoll.

Eine gute, umfängliche Bildung für Ihr Kind liegt mir am Herzen. [...] Dabei geht es nicht nur um das „Einmaleins des Glaubens“. Im Religionsunterricht ist Zeit und Raum, den großen Fragen des Lebens nachzugehen, die uns einzeln, aber auch als Gesellschaft beschäftigen. Gerade in Zeiten der Polarisierung ist es aus meiner Sicht von enormer Bedeutung zu lernen, sich über die Fragen des Zusammenlebens und unsere Werte zu verständigen. Der Religionsunterricht bietet zudem auch die Chance, mit persönlichen Fragen, Sorgen und Nöten nicht allein zu bleiben und Halt zu finden. [...]

 

Liebe Eltern, ich wünsche Ihnen und besonders Ihrem Kind von Herzen, dass sich für Sie hinsichtlich der großen Etappe „Schule“ gute Wege eröffnen. Ich schließe Sie wie alle unsere Familien ins Gebet ein und erbitte für Sie und den weiteren Lebensweg Ihres Kindes Gottes Segen!

 

Bischof Heinrich Timmerevers, in einem Brief an die Familien mit Kindern der zukünftigen 1. Klasse

Immer wieder neu muss sich der Religionsunterricht mit der Frage auseinandersetzen, was er zur Lösung der anstehenden Fragen und Probleme der Gesellschaft leistet und leisten kann. Dazu lassen sich vielfältige Erfahrungen aus der Gemeinschaft der Glaubenden wie aus der Theologie und (Kirchen-)Geschichte einbinden sowie in Zusammenarbeit mit anderen Fächern wie etwa Geschichte, Gemeinschaftskunde, Deutsch oder den Naturwissenschaften nach Antworten suchen.    

Religionsunterricht - Lehrplan

Aufgrund dieser Situation ist der Staat verpflichtet, wie für jedes Unterrichtsfach auch für das Fach Katholische Religion dafür zu sorgen, dass Lehrerinnen und Lehrer entsprechend ausgebildet werden. Aufgrund seiner weltanschaulichen Neutralität kann der Staat allerdings nicht entscheiden, welchen Inhalt der Religionsunterricht haben soll bzw. welcher Inhalt "richtig" ist. So ist der Staat auf die Zusammenarbeit mit den Kirchen angewiesen, ja, er braucht die Kirchen, um den Religionsunterricht garantieren zu können.

Damit wird der Religionsunterricht zur "res mixta", zur gemeinsamen Angelegenheit von Staat und Kirche. Das bedeutet, dass die Religionsgemeinschaften für die Inhalte ihres Religionsunterrichtes verantwortlich sind – sie werden aus ihren Glaubensaussagen abgeleitet und begründet.

Die aktuell gültigen Lehrpläne für den Freistaat Sachsen finden sich hier:

Lehrplan Katholische Religion Grundschule

Lehrplan Katholische Religion Gymnasium

Lehrplan Katholische Religion Berufliches Gymnasium

Lehrplan Katholische Religion Oberschule

Lehrplan Katholische Religion Fachoberschule

Für das Dekanat Gera, das zum Freistatat Thüringen zählt, gelten entsprechend die folgenden Lehrpäne:

Lehrplan Katholische Religion Grundschule

Lehrplan Katholische Religion Gymnasium

Lehrplan Katholische Religion Regelschule 

SPOTLIGHT RU - Newsletter für Religionslehrkräfte im Bistum Dresden-Meißen

Regelmäßig drei bis viermal im Jahr erscheint "SPOTLIGHT RU", der Newsletter für die Religionslehrkäfte des Bistums mit aktuellen Hinweisen und Informationen. Hier finden Sie den aktuellen Newsletter. 

Frühere Ausgaben können Sie unter den folgenden Links finden:

 

 

Flyer zum RU

Zum Weitergeben oder auch Verlinken auf der Homepage der Pfarrei oder Schule hier die aktuellen Flyer zum RU. Sie sind gemeinsam mit der evangelischen Landeskirche verfasst und dort ebenso auf der Homepage zu finden. 

Flyer RU Grundschule

Flyer RU Oberschule/Gymnasium

 

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für den schulischen Religionsunterricht

Für einige Dekanate in unserem Bistum gibt es Dekanatsschulbeauftragte, die als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für den schulischen Religionsunterricht vor Ort zur Verfügung stehen. Neben den jeweiligen Schulen, die den Unterricht organisieren und planen, sind sie diejenigen, die um die Gegebenheiten vor Ort wissen und die Kontaktpersonen zum Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) sind. Über die angegebenen Email-Adressen sind sie zu erreichen. 

Grundsätzliche Fragen, die über das Dekanat hinausgehen, können Sie jederzeit auch richten an religionsunterricht@bddmei.de . 

Der RU in der Grundschule (DBK November 2022)

In der Erklärung "Die Perspektive des Glaubens anbieten – Der Religionsunterricht in der Grundschule" beschreiben die deutschen Bischöfe die zentralen Ziele und Aufgaben des Religionsunterrichts in der Grundschule.

Es wird die Bedeutung des Faches für Schüler, Eltern, Schule und Kirche sowie das didaktisch-methodische Fachprofil dargestellt. 

Die Erklärung ist an die für den Religionsunterricht Verantwortlichen in Staat und Kirche, an die Schulleitungen und insbesondere an die Religionslehrerinnen und Religionslehrer gerichtet. 

Den Text können Sie hier nachlesen. 

Konfessionell-kooperativer RU

Am 07.01.2019 haben Landesbischof Dr. Carsten Rentzing für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens und Bischof Heinrich Timmerevers für das katholische Bistum Dresden-Meißen erklärt ein gemeinsames Positionspapier für die konfessionelle Kooperation im Religionsunterricht vorgestellt.

Anlass der Neuregelung sind vor allem auch die Regionen, in denen es schwer ist, genügend Schülerinnen und Schüler einer Konfession zu finden, um in sinnvollen Altersgruppen zu unterrichten. Dabei geht es nicht darum, Lehrkräfte einzusparen, sondern die Kooperation eröffnet die Chance, sich für die jeweils andere Konfession zu öffnen und den eigenen Horizont zu weiten.

Grundlage dafür ist zum einen das Papier der deutschen Bischöfe zur "Zukunft des konfessionellen Religionsunterrichtes" vom 22.11.2016 sowie das Papier der Evangelischen Kirche in Deutschland"Konfessionell-kooperativ erteilter Religionsunterricht" vom Februar 2018. 

Es besteht die Möglichkeit, sich als Modellschule für konfessionell-kooperativen Religionsunterricht zu bewerben. Erste Hinweise finden Sie hier: 

Werte-Erziehung auf der Basis eines christlichen Menschenbildes - Politische Bildung braucht religiöse Bildung

Das Bistum Dresden-Meißen und die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens haben die Veröffentlichung des Handlungskonzepts "W wie Werte" des Freistaates Sachsen zum Anlass genommen, um die Sicht der beiden Kirchen auf dieses Thema und die geleistete Arbeit auf dem Gebiet der politischen Bildung gemeinsam darzulegen:

Werte-Erziehung auf Basis eines christlichen Menschenbildes - Politische Bildung braucht religiöse Bildung

Positionspapier der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und des Bistums Dresden-Meißen zum Beitrag des konfessionellen Religionsunterrichtes und der konfessionellen Schulen zur Werteerziehung und politischen Bildung an Schulen im Freistaat Sachsen

Damit wollen beide Kirchen als engagierte Partner des Staates im Bereich von Bildung und Erziehung Impulse geben sowie gesellschaftliche Diskussionen anstoßen.

Das Papier finden Sie hier zum Nachlesen.

Fortbildungsangebote

 © © Regina Nothelle © Regina Nothelle

Aktuelle geplante Fortbildungen für das Schuljahr 2023/24 finden Sie hier zusammengestellt. Bitte achten Sie zusätzlich auf die aktuellen Hinweise der Fortbildungskataloge.

 

Kontakt

Franziska Mellentin
Referentin für Religionspädagogik
0351 31563-715
0351 31563-709
franziska.mellentin@bddmei.de

Adresse

Käthe-Kollwitz-Ufer 84
01309 Dresden