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Bistum Dresden Meissen
Gegen geplante Streichungen des Freistaats wendet sich die Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände freier Schulträger in Sachsen. © Pixabay
13. Oktober 2026

Bischöfliche Schulen: Geplante Kürzungen gefährden Bildungsvielfalt

Sachsens Staatsregierung plant, den "Sachkostenanteil" der Finanzierung freier Schulen um zehn Prozent zu reduzieren

Dresden. Sachsen plant, die staatliche Finanzierung von Schulen in freier Trägerschaft deutlich zu kürzen. Auch die Bischöflichen Schulen in Bautzen, Dresden, Leipzig und Zwickau wären davon betroffen. Das Bistum Dresden-Meißen sieht diese Pläne mit großer Sorge und ruft dazu auf, sich für den Erhalt der Bildungsvielfalt einzusetzen.

Im Rahmen der Haushaltsplanung für 2027 und 2028 beabsichtigt die sächsische Staatsregierung, den sogenannten Sachkostenanteil bei der Finanzierung freier Schulen für vier Jahre um zehn Prozent zu reduzieren. Für die Bischöflichen Schulen würde dies nach derzeitiger Berechnung Mindereinnahmen von insgesamt mehr als 1,7 Millionen Euro bedeuten.

Diese Kürzungen träfen das Bistum in einer ohnehin angespannten finanziellen Situation. Zugleich steigen die Anforderungen an den Schulbetrieb, die Ausstattung und den Erhalt der Gebäude. „Bei allem Verständnis für die Einsparnotwendigkeiten des Freistaates“ sei es nicht nachvollziehbar, dass den Schulen in freier Trägerschaft ein „Sonderopfer“ abverlangt werde, schreibt Dr. Annette Leithner-Brauns, Leiterin der Hauptabteilung Schulen und Hochschulen, in einem Brief an die Eltern.

Freie Schulen sind Teil unserer Bildungslandschaft

Die Bischöflichen Schulen stehen für eine Bildung, die den ganzen Menschen in den Blick nimmt. Sie verbinden fachliche Ausbildung mit christlichen Werten, sozialer Verantwortung und der Achtung vor der Würde jedes Einzelnen. Als Schulen in freier Trägerschaft ergänzen sie das staatliche Bildungsangebot und tragen zur Vielfalt der sächsischen Schullandschaft bei.

Diese Vielfalt verdient verlässliche Rahmenbedingungen. Die geplanten Kürzungen würden die Finanzierung der freien Schulen erheblich erschweren. Das Bistum möchte weder die Eltern durch eine weitere, vorzeitige Erhöhung des Schulgeldes belasten noch Abstriche bei Personal, Ausstattung und Instandhaltung machen.

Gemeinsam für den Erhalt der freien Schulen

Das Bistum Dresden-Meißen appelliert deshalb an die politisch Verantwortlichen, die vorgesehenen Kürzungen zu überdenken. Die angespannte Haushaltslage des Freistaates ist bekannt. Einsparungen dürfen jedoch nicht dazu führen, dass freie Schulen gegenüber staatlichen Schulen unangemessen benachteiligt werden.

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände freier Schulträger in Sachsen hat unter dem Motto „Nicht kaputt machen!“ eine landesweite Kampagne gestartet. Sie informiert über die Folgen der geplanten Kürzungen und zeigt Möglichkeiten auf, sich für die freien Schulen einzusetzen. Das Bistum lädt Eltern, Lehrkräfte, Ehemalige und alle Menschen, denen eine vielfältige Bildungslandschaft am Herzen liegt, ein, sich mit dem Anliegen auseinanderzusetzen und die Kampagne zu unterstützen.

Weitere Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten:
https://nicht-kaputt-machen.de