Von wegen – keine Leute mehr!
Pastoralkonferenz „Lokale Kirchenentwicklung“ im Dekanat Dresden tagte am 7. Oktober in Riesa
Riesa. Ein wichtiger Termin im Dekanatskalender ist die Pastoralkonferenz: Hier gibt es kollegialen Austausch, hier können Verbindungen gepflegt und ganz praktisch Vertretungen organisiert werden. Am Mittwoch, 7. Oktober 2026, haben sich in Riesa die pastoralen Mitarbeitenden der acht Pfarreien des Dresdner Dekanates getroffen. Eingeladen hatten dazu Dekan Norbert Büchner und Dekanatsreferentin Angela Brinker. Das Thema "Personal" war bereits auf der Jahrestagung im September angekündigt worden.
Nun wurden mit dem Personalverantwortlichen Bertram Wolf die Leitlinien für das in der Pastoral tätige Personal 2026 durchgearbeitet. Das Orientierungspapier baut auf der pastoraltheologischen Grundlegung auf, die 2018 im Rahmen des Erkundungsprozesses entstand. Das Dokument beschreibt veränderte Rollen der Pfarrer, Gemeindereferentinnen und -referenten und der neuen Berufsgruppen in den Pfarreien. Zugleich bietet es nun auch Standards für die gesetzte Zusammenarbeit in den Pfarrteams: Was machen wir schon gut? Mit welchen Schwierigkeiten haben wir zu kämpfen? Welche Lösungen helfen uns, gut im Team zu arbeiten?
Ergänzendes Leitungsmodell und Personaleinsatz-Planung
Bis zum Jahr 2030 werden voraussichtlich zwei Pfarreien im Dekanat Dresden das ergänzende Leitungsmodell eingeführt haben. Daher griff Sr. Petra Maria Brugger die Rückmeldungen der Jahrestagung auf und erläuterte Fragen zu den Themen Schulung, Umfang von Verwaltungstätigkeit oder zur pfarrlichen Steuerungsgruppe, zum Projektcharakter, Statut oder zum Geschäftsverteilungsplan anhand der Erfahrungen aus dem Pilotprojekt in der Pfarrei Schleiz. Bei Personalveränderungen wird diese Option künftig neben einer Administratur oder Neubesetzung immer eine Rolle spielen. Das Dekanat ist dabei gefragt, weil beispielsweise ein leitender Pfarrer dann auch als moderierender Priester andernorts notwendig ist. Es geht nur gemeinsam.
Wie der Personaleinsatz in den Pfarreien bis 2030 konkret aussehen kann, wurde dann allen Pfarreien mitgeteilt. Einhergehend mit dem demografischen Wandel auf Gemeindeebene wird sich die Wahrnehmung der Seelsorge verändern. Darin liegt eine Chance. Was können wir jetzt schon in den Gemeinden tun? Wie können die Gremien gewonnen werden? Auf welchem Weg erfolgt die Information in die Gemeinden hinein? Diese Fragen werden die Pfarrteams weiter begleiten.
Gut, dass es dazu die regelmäßige Pastoralkonferenz gibt, um Gelungenes zu teilen, Lasten mitzutragen und Wege zu eröffnen.
Ordinariatsrat Bertram Wolf, Leiter Abteilung Pastorales Personal