Chormusik in der Basilika Wechselburg
am Sonnabend, 12. September, um 16 Uhr mit dem Leipziger Chorensemble Voces Lipsienses
Wechselburg. Das Leipziger Chorensemble Voces Lipsienses lässt unterschiedliche Biografien und die musikalische Welt des 17. Jahrhunderts am Sonnabend, 12. September 2026, um 16 Uhr in der Basilika „Heilig Kreuz“ zu Wechselburg lebendig werden. Das Ensemble ist der Musik der Renaissance und des Frühbarock stilistisch eng verbunden und präsentiert Werke aus einer Epoche, die vom Dreißigjährigen Krieg und seinen Folgen geprägt war.
Mit zehn Sängerinnen und Sängern sowie drei Instrumentalisten führt Voces Lipsienses durch die Klangwelt des 17. Jahrhunderts und bringt Musik von Andreas Hammerschmidt und Johann Rosenmüller zu Gehör. Der helle, silbrige Chorklang des Leipziger Ensembles verbindet sich dabei mit der besonderen Akustik der Wechselburger Basilika zu einem eindrucksvollen musikalischen Erlebnis.
Zwei Komponisten, zwei außergewöhnliche Lebenswege – und eine ausgeprägte Abneigung gegeneinander: Andreas Hammerschmidt und Johann Rosenmüller gehören zu den bedeutenden Musikern des 17. Jahrhunderts und wirkten in Sachsen. Ihre Lebensgeschichten könnten dabei kaum unterschiedlicher sein.
Während Andreas Hammerschmidt als gut situierter Bürger und angesehener Musiker in Zittau lebte, galt Johann Rosenmüller als große musikalische Hoffnung in Leipzig. Doch seine Karriere nahm eine dramatische Wendung: Er wurde inhaftiert, floh aus dem Gefängnis und kehrte erst viele Jahre später nach Deutschland zurück. Hinzu kommt, dass die beiden Komponisten einander offenbar alles andere als wohlgesonnen waren.
Der Eintritt zum Konzert ist frei. Um eine Spende wird gebeten.