„Meine Welt ist voller Fragen“
33 Kinder und Jugendliche nahmen in den Herbstferien an Schülertagen im Winfriedhaus teil
Dippoldiswalde. Wer hat eigentlich Gott entdeckt? Kann man mit Gott reden? Und woran merke ich, dass Gott mich lieb hat? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich 33 Kinder und Jugendliche bei den diesjährigen Schülertagen vom 18. bis 22. Oktober 2026 im Winfriedhaus, der Kinder- und Jugendbildungsstätte des Bistums. Gemeinsam mit neun Helfenden und drei Erwachsenen verbrachten die Schülerinnen und Schüler der 1. bis 8. Klasse dort eine Woche unter dem Motto „Meine Welt ist voller Fragen“.
Durch die Woche begleitete die Kinder und Jugendlichen Naseweis und Leseratte. Naseweis hatte jede Menge Fragen, auf die sie unbedingt Antworten finden wollte. Leseratte versuchte, ihr mithilfe von Geschichten aus der Bibel weiterzuhelfen. So gab es an jedem Tag eine neue Frage, mit der sich die Kinder und Jugendlichen beschäftigten.
Wer hat Gott entdeckt?
Am Montag ging es um die Frage: „Wer hat eigentlich Gott entdeckt?“ Leseratte erzählte dazu die Geschichte von Mose und dem brennenden Dornbusch. Mose begegnet Gott und erfährt, dass er nicht allein ist. Naseweis hatte daraufhin eine Idee: ein eigenes Fragenheft! Auch die Kinder und Jugendlichen gestalteten sich im Laufe der Woche ein persönliches „Fragen-an-Gott-Heft“, in dem sie ihre Gedanken, Fragen und Gebete festhalten konnten.
Am Dienstag wollte Naseweis wissen: „Kann man mit Gott reden?“ Dazu passte die Antwort aus dem Matthäusevangelium: „Bittet und es wird euch gegeben; sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch geöffnet! Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.“ Doch was, wenn einem manchmal die richtigen Worte fehlen? Dafür gestalteten die Kinder einen Gebets-Notfall-Rucksack für ihre Hefte. Darin fanden kurze Gebete Platz, die als Anregung dienen können, wenn man selbst nicht weiß, was man zu Gott sagen möchte. Am Nachmittag ging es bei einer Wanderung in Kleingruppen hinaus in die Natur. Verschiedene Aufgaben luden dazu ein, genauer hinzuschauen und die Schönheit und Vielfalt der Schöpfung zu entdecken.
Momente mit Gott erspüren
Am Mittwoch stand die Frage „Woran merke ich, dass Gott mich lieb hat?“ im Mittelpunkt. Die Kinder und Jugendlichen überlegten, in welchen Momenten sie Gott spüren und was ihnen zeigt, dass sie geliebt sind. Ihre ganz persönlichen Antworten hielten sie in ihren Heften fest. Am Nachmittag warteten schon viele auf das Hausgeländespiel. In Kleingruppen erkundeten sie das Winfriedhaus und mussten dabei verschiedene Aufgaben lösen. Den Abschlussabend bildete ein Quiz, bei dem vier Gruppen gegeneinander antraten. Von Filmrätseln mit Emojis über Knobel- und Scherzfragen bis hin zum Schätzen der Gummibärchen in einem großen Glas war alles dabei. Die Gewinnergruppe durfte sich zuerst bedienen, danach natürlich auch alle anderen.
Am letzten Vormittag wollte Naseweis wissen: „Warum sind manche Menschen groß und manche klein?“ Dabei ging es nicht um die Körpergröße, sondern um Menschen, die viel Macht haben und andere dadurch klein machen. Mithilfe verschiedener Bibelgeschichten wurde deutlich: Gott sieht gerade die Kleinen und Schwachen. Jeder Mensch ist ihm wichtig und darf mit seinen Fragen und Gedanken zu ihm kommen.
Abschlussandacht mit gegenseitigem Segen und guten Wünschen
In der abschließenden Andacht blickten alle gemeinsam noch einmal auf die Woche zurück. Dabei halfen die selbst gestalteten Fragenhefte, sich an die vielen Erlebnisse und Gedanken zu erinnern. In einem letzten Anspiel stellte Naseweis eine besonders spannende Frage: „Kann man mit Gott kämpfen?“ Leseratte erzählte daraufhin von Jakob, der in einer Nacht mit jemandem oder etwas rang und dabei um den Segen kämpfte. Die Geschichte machte deutlich: Auch wenn wir mit uns selbst oder mit Gott ringen und nicht auf alle Fragen eine Antwort finden, ist Gott an unserer Seite.
Jakob hat um den Segen gerungen und wie er sind auch wir alle Gesegnete. Daher kann jeder von uns Segen spenden: alle konnten die Gelegenheit nutzen und sich gegenseitig den Segen zusprechen. Auch die Fragen, die während der Woche offen geblieben waren, fanden noch einmal Platz. Gemeinsam mit den Fürbitten wurden sie Gott anvertraut. Zum Abschluss schrieben sich die Kinder und Jugendlichen gegenseitig gute Wünsche in ihre Hefte. Davon wurde reichlich Gebrauch gemacht!
Nach einer Woche voller Fragen, Begegnungen, Spielen und gemeinsamen Erlebnisse hieß es schließlich Abschied nehmen. Die Erinnerungen an die gemeinsamen Tage bleiben – und vielleicht sehen sich ja die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schon bei den nächsten Schülertagen vom 7. bis 11. Februar 2027 wieder.
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