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Bistum Dresden Meissen
Bildunterzeile: Emilia Schwan und Tobias Seifert (Mitte v.l.) freuen sich auf ihre Zeit im Ausland. Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen (r.) und Projektkoordinatorin Lidia Fioravanti (l.) und Projektreferentin Eva Berlage (2.v.l.) wünschen ihnen alles Gute. © Hartmut Salzmann
29. Juli 2026

Wo der Norden den Horizont erweitert

Zwei junge Menschen aus dem Bistum Dresden-Meißen entdecken mit dem „Praktikum im Norden“ des Bonifatiuswerkes Norwegen und Island

Chemnitz/Panschwitz-Kuckau. Manche Reisen verändern nicht nur den Blick auf andere Länder, sondern auch den auf das eigene Leben. Für 25 junge Erwachsene aus ganz Deutschland beginnt in diesem Sommer mit dem „Praktikum im Norden“ des Bonifatiuswerkes eine Reise, die weit mehr ist als ein Auslandsaufenthalt. Sie führt nach Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Island sowie nach Lettland und Estland – dorthin, wo sie in Kirchengemeinden, sozialen Einrichtungen, Schulen und Bildungszentren mitarbeiten, Verantwortung übernehmen und Menschen begegnen werden, die ihren weiteren Lebensweg prägen werden. Dabei lernen sie nicht nur neue Länder mit ihren jeweiligen Kulturen kennen, sondern auch eine Kirche, deren Mitglieder ihren Glauben in einer kleinen Minderheit lebt.

Aus dem Bistum Dresden-Meißen reist Tobias Seifert aus Chemnitz am 4. August in das norwegische Bergen. Emilia Schwan aus Panschwitz-Kuckau in der Oberlausitz wird am 12. September Richtung Reykjavik in Island aufbrechen.

Unterstützung für katholisches Gymnasium in Bergen und Mutter-Teresa-Schwestern in Reykjavik

In der Pfarrei St. Paul im norwegischen Bergen wird der Haupteinsatzort für den Abiturienten Tobias Seifert das katholische Gymnasium St. Paul im Stadtteil Florida sein. Hier hat er die Möglichkeit, sich mit seinen Fähigkeiten einzubringen. Er kann zum Beispiel im Unterricht assistieren, bei der Erstellung des Jahrbuches oder bei der Organisation des Schulalltages helfen. „Mich interessieren und faszinieren verschiedenste Lebens-, Lern- und Arbeitsweisen. Natürlich kann man viel über all dies lesen, jedoch ist es meiner Meinung nach deutlich wertvoller, all das aktiv vor Ort zu erleben. Daher bin ich schon sehr gespannt auf meinen Freiwilligendienst im norwegischen Bergen“, erklärt der 18-jährige Abiturient.

Das Bistum Reykjavík bekommt mit der Abiturientin Emilia Schwan in den kommenden Monaten Unterstützung. Sie hilft den Mutter-Teresa-Schwestern beim Frühstück für bedürftige Menschen in der isländischen Hauptstadt und übernimmt im Pfarrhaus administrative Aufgaben. „Nicht nur das Land zu sehen, macht das Praktikum so attraktiv, sondern auch die Möglichkeit, anderen Menschen aktiv helfen zu können, etwas Gutes zu tun und über meine Grenzen hinauszuwachsen. Ich habe eine tiefe Verbindung mit meinem Glauben und diesen weiterzugeben ist mir sehr wichtig. Zu inspirieren, helfen und motivieren, darin sehe ich meine Aufgabe“, sagt die 19-jährige Abiturientin.

Monsignore Austen: Brücken zwischen Menschen und Kulturen bauen

Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen macht deutlich, dass die Freiwilligen nicht nur in andere Länder reisen, sondern zugleich Brücken zwischen Menschen und Kulturen bauen: „Wer sich auf den Weg macht, verändert nicht nur seinen Standort, sondern oft auch seine Haltung. Das 'Praktikum im Norden' schafft Begegnungen über Länder- und Kulturgrenzen hinweg und zeigt, wie viel Menschen voneinander lernen können. Unser Freiwilligendienst ist eine Einladung, den eigenen Horizont zu weiten und Kirche als weltweite Gemeinschaft in ihrer Vielfältigkeit zu erleben. Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Spannungen sind solche Erfahrungen von unschätzbarem Wert.“

Während ihres Freiwilligendienstes werden die jungen Erwachsenen von Mentorinnen und Mentoren vor Ort begleitet und bleiben zugleich mit dem Bonifatiuswerk im Austausch. Das Programm wurde 2011 gestartet und ermöglicht jährlich mehr als 20 jungen Menschen zwischen 18 und 27 Jahren Auslandserfahrungen in Nordeuropa und dem Baltikum. Das „Praktikum im Norden“ ist ein Kooperationsprogramm zwischen dem Bonifatiuswerk und dem Newman-Institut im schwedischen Uppsala. Es kann als „Internationaler Jugendfreiwilligendienst“ (IJFD) anerkannt werden.

Theresa Meier


www.bonifatiuswerk.de