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Bistum Dresden Meissen
Haben die Finanzsituation des Bistums kontinuierlich im Blick: Generalvikar Andreas Kutschke und Diözesanökonom Kyrill von Twickel. © Andreas Gäbler
16. April 2021

„Noch solide wirtschaftliche Lage“

Bistum stellt Bericht zu den Geschäftsjahren 2018 und 2019 vor

Dresden. Das Bistum Dresden-Meißen hat heute seinen Bericht für die Geschäftsjahre 2018 und 2019 vorgelegt. Laut Diözesanökonom Kyrill von Twickel verweisen die Gesamtjahresabschlüsse dabei auf eine „noch solide wirtschaftliche Lage“. Die Gesamterträge beliefen sich für 2019 auf 74,9 Millionen Euro (2018: 90,3 Millionen Euro). Aus Kirchensteuereinnahmen stammten dabei knapp 34 Millionen Euro (2018: 34,4 Millionen Euro), aus Verwaltungseinnahmen und Umsatzerlösen 21,5 Millionen Euro (2018: 20,9 Millionen Euro). Die Gesamtaufwendungen erhöhten sich um 10,6 Millionen Euro von 58,5 Millionen Euro (2018) auf 69,1 Millionen Euro (2019).

Der Hauptteil dieser Steigerung geht mit rund 9,5 Millionen Euro auf höhere Personalaufwendungen zurück (2018: 34,5 Millionen Euro; 2019: 44 Millionen Euro). Die Zahl der IST-Vollzeitstellen (ohne Pfarreien, Domkapitel und Friedhofstiftung) stieg im gleichen Zeitraum von 564,3 (2018) auf 579,5 (2019). Die Investitionszuweisungen im Bistum erhöhten sich zudem um 763.000 Euro von 307.000 Euro (2018) auf knapp 1,1 Millionen Euro (2019).

Im Jahr 2019 betrug das Verwaltungsergebnis 5,8 Millionen Euro (2018: 31,8 Millionen Euro), das Finanzergebnis 14,1 Millionen Euro (2018: -4,3 Millionen Euro). Das Jahresergebnis sank von 27,5 Millionen Euro (2018) auf 19,9 Millionen Euro (2019). Eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat die nach handelsrechtlichen Grundsätzen aufgestellten Jahresabschlüsse des Bistums für 2018 und 2019 jeweils mit einem uneingeschränkten Prüfungsvermerk bestätigt.

Solidarleistungen der Katholischen Kirche in Deutschland wesentliche Finanzstütze des Bistums

Die überdiözesanen Zuschüsse sanken von 2018 auf 2019 um 204.000 Euro auf 15,1 Millionen Euro. Diözesanökonom Kyrill von Twickel: „Die Zahlen machen deutlich, dass die von der Deutschen Bischofskonferenz beschlossene Reduzierung der ‚Strukturbeitrag‘ genannten Solidarleistungen in den kommenden Geschäftsjahren dazu führen wird, dass ohne Gegenmaßnahmen das Betriebsergebnis des Bistums zunehmend defizitär werden wird.“ Laut Diözesanökonom zeichne sich diese für das Bistum existentiell herausfordernde Entwicklung seit Jahren ab. Kyrill von Twickel: „Sie hat sich allerdings durch die Corona-Krise und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Belastungen in allen deutschen Diözesen nochmal verstärkt.“ Für Generalvikar Andreas Kutschke gälte es angesichts der Situation nun, „Handlungsoptionen zu prüfen“ und „notwendige Entscheidungen rechtzeitig zu treffen“. Das geschehe in einer Zeit, in der pastorale und strukturelle Veränderungsprozesse bereits große Herausforderungen für die Ortskirche darstellten. Generalvikar Kutschke: „Nicht selten erfordern diese ein schmerzliches Abschiednehmen von Gewohntem. Aber sie bieten gleichwohl die Chance, neue und zukunftsfähige missionarische Ansätze zu entwickeln.“

Seit 2014 veröffentlicht das Bistum Dresden-Meißen regelmäßig und vollständig seine Finanz- und Vermögensverhältnisse. Mit dem nun vorliegenden Bericht zu den Jahren 2018/2019 ist die Diözese nun allerdings dazu übergegangen, die Berichte in zweijährigem Rhythmus herauszugeben. Die Jahresabschlüsse des Bistums werden zusätzlich künftig unmittelbar nach Feststellung durch die zuständigen Gremien auf der Bistumshomepage zu finden sein.

Transparenz über sorgsamen und verantwortungsbewussten Mitteleinsatz zugesichert

Mit einem Anteil von weniger als 3,5 Prozent katholischer Christen an der Gesamtbevölkerung ist das Bistum Dresden-Meißen ein klassisches Diasporabistum. Es verdankt seine heutige Verfasstheit wesentlich der langjährigen Solidarität der Katholiken in den kirchensteuerstarken deutschen Diözesen. Das eigene Kirchensteueraufkommen macht in den vorliegenden Jahresabschlüssen nur circa 40 Prozent des Gesamtaufwands des Bistums aus. Generalvikar Kutschke: „Auch mit Blick auf diese für uns wichtige Solidarität aller Katholiken in ganz Deutschland sehen wir uns in der Pflicht, den sorgsamen und verantwortlichen Mitteleinsatz weiterhin transparent und streng nach den Grundsätzen des Handelsgesetzbuches zu veröffentlichen. Wir danken allen, die mit ihren Kirchensteuern und Spenden das Leben der Katholischen Kirche in unserem Bistum ermöglichen.“

MB

Den Jahresbericht 2018/2019 als pdf-Datei können Sie hier nachlesen...

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