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Bistum Dresden Meissen
08. Juni 2026

Viele hundert Gläubige zum Leipziger Fronleichnamsfest im Scheibenholz

Gelungenes Comeback nach 55 Jahren auf der Rennbahn

Das Experiment ist geglückt: Knapp tausend Besucherinnen und Besucher füllten die altehrwürdige Tribüne im Scheibenholz. Das Wetter hielt und so wurde der gemeinsame Gottesdienst der katholischen Gemeinden Leipzigs mit tollem Blick auf die Stadt gefeiert. Für die musikalische Begleitung sorgten in perfektem Zusammenspiel der Kirchenchor und die Jugendband „BoniBeatz“ aus der Pfarrei St. Bonifatius Leipzig-Süd. Pfarrer Christoph Baumgarten segnete gleich zu Beginn 200 Brote, die symbolisch an Orte gesendet werden, wo Hilfe dringend nötig ist. Vertreter der Bahnhofsmission nahmen die Brote stellvertretend entgegen.

„Beim Fest Fronleichnam feiern wir die Gegenwart von Jesus in Gestalt des Leibes und Blutes Christi. Er hat beim Abendmahl das Brot mit uns allen geteilt. Jesus ist immer und überall unter uns und in unserer Nähe. Und da passt es auch, dass wir dieses Fest an einem nichtchristlichen Ort feiern.“ Sich der Gegenwart Gottes bewusst zu sein, das geht am besten, wenn man sich in dieser großen Gemeinschaft trifft und darin bestärkt, auch im Alltag Christsein zu leben, so Baumgarten. Die Kollekte wurde als sogenannte „Brotkorbkollekte“ gesammelt. Über 3000 EUR kamen zusammen. Das Geld fließt in einen Fonds der Caritas, um bei akuter Not Bedürftigen unbürokratisch und konkret mit einem Gutschein für Lebensmittel und Arzneimittel oder Fahrkarten zur Weiterfahrt zu helfen.

Nach dem Gottesdienst ging es in einer Prozession durch den Clara Zetkin Park. Die Prozession in zeitgemäß „schlichtem Gewand“ folgte dem Allerheiligsten – dem geweihten Brot in einem wertvollen Gefäß. Ein ungewöhnliches Bild in der Messestadt. Aus den Frage nder verwunderten Passanten entstanden zahlreiche Gespräche mit den Ordnerinnen und Ordnern neben der Prozession.

Zum Abschluss spendete Propst Ralf Kochinka in einem bewegenden Moment von der Tribüne den Segen über die Stadt und deren Menschen. Trotz einsetzenden Regentropfen blieben die meisten Besucher, um im Anschluss gemeinsam auf der Terrasse der Rennbahn das Fest ausklingen zu lassen. Alle Organisatoren und Beteiligten waren sich nach der Feier einig: Das Comeback ist gelungen – gerne wieder!

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