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Bistum Dresden Meissen
05. Oktober 2026

Vivaldis „Laudate pueri Dominum“ bei „Musik an St. Martin“

Psalmvertonung am Sonntag, 11. Oktober, um 10.45 Uhr in der Garnisonkirche in Dresden-Neustadt

Dresden. Im Rahmen der Reihe „Musik an St. Martin“ ist am Sonntag, 11. Oktober 2026, um 10.45 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin an der Stauffenbergallee in Dresden-Neustadt Antonio Vivaldis „Laudate pueri Dominum“ zu hören. Die Psalmvertonung wird von der Sopranistin Katrin Pehla-Döring gemeinsam mit Instrumentalisten unter der Leitung von Jochen Schubert aufgeführt.

Laudate pueri Dominum ist eine Psalm-Vertonung, ein Loblied auf Gottes Hoheit und Liebe zu den Geringen: "Lobet, ihr Knechte des Herrn, lobet den Namen des Herrn! ... Den Geringen richtet er auf aus dem Staub, aus dem Schmutz erhebt er den Armen..." Sehr feinfühlig komponiert Vivaldi den Text des Psalmbeters, legt ihn in die Stimme des Solosoprans und lässt durch Streicher und continuo virtuos Umspielungen und Wechselwirkungen entstehen.

In den Bibeltexten des Sonntags wird von genau dem Gott berichtet, der ein Fest feiert mit denen, die am Rand der Gesellschaft, auch am Rand der Kirche stehen, denn die eigentlich Geladenen sind nicht gekommen. Die Texte der Bibel sprechen von der übergroßen Hoffnung des Glaubens: Einmal wird es sein... Gott verwandelt das Leben. Die Geringen und Armen werden am Tisch seines Gastmahls sitzen. Denn er hat mit der Wandlung des Vergessens begonnen. Gott selbst hat es gezeigt: Wer in Liebe sich vergisst, der findet Leben und gehört zu den Gesegneten dieser Erde.

Antonio Lucio Vivaldi (1678-1741) wurde in Venedig als Sohn eines Barbiers und Violinisten geboren. Von ihm erhielt er seinen ersten musikalischen Unterricht. Schon als Kind sprang er gelegentlich im Orchester von San Marco für seinen Vater ein. Im Alter von 14 Jahren begann Vivaldi die Priesterlaufbahn, für die ihn der Vater bestimmt hatte. Mit 25 Jahren wurde er zum Priester geweiht. Vivaldi war viele Jahre Violin-Lehrer am Ospedale della Pietà in Venedig, in dem verwaiste und unehelich geborene Mädchen erzogen wurden. Er war äußerst produktiv und hinterließ über 450 Concerti und 45 Opern. Dennoch starb er verarmt in Wien, wohin er 1740 ging.