Mehr als 1.600 Kinder nahmen an Wallfahrt in Rosenthal teil
am Mittwoch, 8. Juli 2026
Ralbitz-Rosenthal (Kamenz). Unter dem Leitwort „Gemeinsam gelingt es“ haben sich am Mittwoch, 8. Juli, mehr als 1.600 Kinder und ihre Begleiterinnen und Begleiter zur großen Kinderwallfahrt des Bistums Dresden-Meißen in Rosenthal versammelt. Aus weiten Teilen des Bistums kamen die jungen Pilgerinnen und Pilger zusammen, um einen Tag voller Glauben, Gemeinschaft und Freude zu erleben.
Bereits am Morgen machten sich zahlreiche Gruppen bei bestem Wallfahrtswetter - sonnig und dennoch nicht zu heiß - auf den Weg. Viele legten die letzten Kilometer aus den Nachbarorten Naußlitz, Schmeckwitz und Piskowitz zu Fuß zurück. An Gebetsstationen wurde dabei gemeinsam innegehalten. Die biblische Geschichte des Mose stand thematisch im Mittelpunkt des Wallfahrtstags, der für viele Gruppen Teil der Religiösen Kinderwoche in ihren Pfarreien war.
Nach der Ankunft besuchten die Pilgergruppen zunächst die Wallfahrtskirche mit seinem Gnadenbild, der Muttergottes von Rosenthal, bevor sie sich auf der Wallfahrtswiese versammelten. Hier sorgte die Berliner Band Patchwork mit viel Schwung für den richtigen Klang.
Bischof Timmerevers: "Jesus ruft Euch"
Höhepunkt des Vormittags bildete die Eucharistiefeier mit Bischof Heinrich Timmerevers. In seiner Predigt sagte der Bischof mit Blick auf das Motto der diesjährigen Religiösen Kinderwoche, das unter dem Leitwort "Mensch, Mose, beweg Dich" steht: "Jesus ruft Menschen beim Namen - auch heute." Auch die Kinder seien von ihm gerufen und sollten dazuz beitragen, "dass unsere Welt eine schönere, bessere, friedlichere ist", so Bischof Timmerevers. Er hatte zudem einen Überraschungsgast zur Wallfahrt mitgebracht: den aus Ghana stammenden und aktuell in Dresden wirkenden Steyler Missionar mit dem passenden Namen Pater Moses.
Er berichtete den Kinder von seinem bisherigen Lebensweg: Mit 16 Jahren getauft, schloss er sich dem Orden der Steyler Missionare an, die ihn nach Deutschland sandten, wo er unter anderem auch als Theologe an der Universität wirkte. Über Stationen in Bayern und dem Rheinland kam er schließlich nach Sachsen.
Den Gottesdienst gestalteten auch der Kinderchor der Bistümer Dresden-Meißen und Görlitz mit sowie ein sorbischer Kinderchor. Auch darüber hinaus waren verschiedene sorbischsprachige Elemente im Gottesdienst zu erleben, der so die besondere Tradition der Region sichtbar machte.
Jonglieren, basteln, trommeln
Beim anschließenden Mittagspicknick und dem vielfältigen Workshop-Angebot wurde das Motto der Wallfahrt auf ganz praktische Weise erlebbar. Ob beim Basteln, Trommeln, auf der Slackline oder beim Erstellen eines Trickfilms – überall waren Teamgeist, gegenseitige Unterstützung und Kreativität gefragt. Die Kinder konnten erfahren, dass gemeinsames Handeln verbindet und neue Möglichkeiten eröffnet.
Mit einer gemeinsamen Andacht am Nachmittag endete die Kinderwallfahrt. Gestärkt durch viele Begegnungen, gemeinsames Beten und Singen sowie zahlreiche neue Erfahrungen machten sich die Kinder und ihre Begleiterinnen und Begleiter wieder auf den Heimweg.
Die Kinderwallfahrt in Rosenthal zählt zu den größten Begegnungen junger Christinnen und Christen im Bistum Dresden-Meißen und findet in aller Regel im zweijährigen Rhythmus statt. Auch in diesem Jahr wurde sie zu einem eindrucksvollen Zeichen dafür, dass ganz im Sinne des Wallfahrtsmottos vieles gelingen kann, wenn Menschen gemeinsam unterwegs sind.
Text/Fotos: Michael Baudisch