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Bistum Dresden Meissen
26. Oktober 2022

Gläubige Zeiten?

Vortrag von Prof. Dr. Gailus über den Glauben der Deutschen zur NS-Zeit

Leipzig – Am Mittwoch, 09. November 2022 ist der Berliner Historiker Prof. Dr. Manfred Gailus um 19.00 Uhr in der Leipziger Stadtbibliothek zu Gast, um – am Tag des Gedenkens an das Novemberpogrom 1938 – sein 2021 im Verlag Herder erschienenes Buch „Gläubige Zeiten. Religiosität im Dritten Reich“ vorzustellen. Die Veranstaltung wird von der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen und der Evangelischen Akademie Sachsen in Zusammenarbeit mit dem Ariowitsch-Haus Leipzig e. V., den Leipziger Städtischen Bibliotheken und der Buchhandlung Grümmer ausgerichtet.

gailus glaubige zeiten cover - Herder VerlagWoran glaubten die 65 Millionen Deutschen im Dritten Reich? Welche Rolle spielte die „religiöse Frage“ für den Bestand und die Stabilität des NS-Regimes? Manfred Gailus sieht die Hitlerzeit nicht, wie bisher weithin angenommen, von Säkularisierungsprozessen oder sogar von „Gottlosigkeit“ bestimmt, sondern vielmehr von multiplen religiösen Erneuerungen geprägt. Bereits das politische Umbruchsjahr 1933 sei von einem tiefgehenden „religious revival“ begleitet gewesen. Eine uns heute paradox anmutende Gemengelage von christlichen Traditionsbeständen und einem völkisch-politischen Neuglauben spielte eine wesentliche Rolle im Nationalsozialismus, so die These des Historikers, der als apl. Professor für Neuere Geschichte an der TU Berlin lehrt und dort zuletzt am Zentrum für Antisemitismusforschung tätig war.

Ihr Ansprechpartner:

Jonatan Burger, Referent Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen

E-Mail:

Telefon: 0351-31563-353, Mobil: +49 173 5274584

Informationen zu dieser und weiteren Veranstaltungen der Katholischen Akademie erhalten Sie unter www.lebendig-akademisch.de.