Gleiche Arbeit, andere Bedingungen – Was macht gute Arbeit aus?
Online-Format „Tief im Osten, tief im Westen“ am 30. April verbindet Aachen und Sachsen
Dresden/Aachen, 17.04.2026. In der ersten Veranstaltung des Online-Formats „Tief im Osten, tief im Westen“ im Jahr 2026 widmen sich die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen und die Akademie des Bistums Aachen am Donnerstag, 30. April 2026, um 19 Uhr ganz dem Thema „Arbeit“. Am Vorabend des Maifeiertags – wenn Gewerkschaften zu Kundgebungen aufrufen und die katholische Kirche des heiligen Josef, des Patrons der Arbeiter, gedenkt – rückt die Würde der Arbeit und der arbeitenden Menschen in den Mittelpunkt.
Gemeinsam mit der Sozialethikerin Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer, die an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg lehrt, und der sächsischen DGB-Vorsitzenden Daniela Kolbe fragen die beiden Akademien danach, was eigentlich (gute) Arbeit ausmacht, welche normativen Bilder in Ost wie West in den Köpfen vorherrschen und was es braucht, dass auch zukünftig in Stadt wie Land viele Menschen eine gute Arbeit finden. Denn nachdem lange Zeit vor allem der Arbeitsmarkt in Ostdeutschland unter Transformationsdruck stand und Ostdeutsche in den westlichen Bundesländern nach Arbeit suchen mussten, sorgen sich Arbeiterinnen und Angestellte gegenwärtig deutschlandweit aufgrund der stagnierenden Konjunktur und der rasch zunehmenden Verwendung der Künstlichen Intelligenz um die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes. Zugleich mehren sich Stimmen, die den Charakter von Arbeit als Pflicht betonen und vermeintliche „Arbeitsverweigerer“ stärker sanktionieren wollen.
Gemeinsam mit dem Akademiepublikum aus Ost und West nimmt die digitale Veranstaltung deshalb genauer unter die Lupe, wie Arbeit, die nie nur Lohnerwerb, sondern auch Grundlage sozialer Teilhabe ist, mit Blick auf das Wohlergehen aller Menschen in der Arbeitsgesellschaft ganzheitlich gedacht werden muss und wie derzeit diskutierte arbeitsmarktpolitische Maßnahmen einzuordnen sind.
Mit der Reihe „Tief im Osten, tief im Westen“ wagen die beiden katholischen Akademien einen Brückenschlag: Die beiden Städte Dresden und Aachen markieren die Standorte der westlichsten und der östlichsten Katholischen Akademien der Bundesrepublik. Im Wissen um die Geschichte der deutsch-deutschen Teilung und Wiedervereinigung nimmt die Reihe Themen in den Blick, die für die Gestaltung der Zukunft relevant sind, und schafft einen Begegnungsort für Gäste der Akademien von beiden Enden der Republik.
Weitere Informationen zur Veranstaltung am 30. April 2026 finden sie auf unserer Website.
Kontakt
Jonathan Burger
0351-31563-353
jonatan.burger@bddmei.de
Katholische Akademie des Bistums Dresden Meißen
Schloßstraße 24
01069 Dresden