Einigkeit in Vielfalt: spürbare pfingstliche Lebendigkeit
Bischof Timmerevers lud zum Gottesdienst der Nationen
Dresden. Am Sontag, den 22. März feierte Bischof Timmerevers mit Bischof emeritus Joachim Reinelt, zahlreichen Mitbrüdern und vielen Menschen aus verschiedenen Nationen und Sprachen den "Gottesdienst der Nationen" in der Dresdner Kathedrale.
Im Mittelpunkt der Feier in der gut gefüllten Kathedrale stand die Einheit in der Vielfalt, die ihren Ausdruck in den verschiedenen Nationalitäten fand, die den Gottesdienst gemeinsam gestalteten. Bischof Heinrich betonte in seine Predigt: "Wir sind zwar alle unterschiedlich in unseren Traditionen und Lebensweisen aber in unserem Zentrum steht Jesus, der uns in unserem Glauben vereint". In die Hofkirche waren vietnamesische, englischsprachige, polnische, spanischsprechende, ukrainische und arabische Katholiken gekommen. Mit ihren musikalischen Ensembles gaben sie der Feier einen bunten Rahmen und Einblick in die Vielfalt der kulturellen Ausdrucksweisen unseres Glaubens. Bewegend war es z.B. beim Vaterunser die Gleichzeitigkeit der vielen Sprachen zu erleben, in denen Menschen das alle Gläubigen verbindende Gebet sprechen oder die unterschiedlichen Musikstile zu erleben, die auf ihre je eigene Weise zum Lob Gottes erklingen. U.a. der besonders gestaltete Gabengang durch die vietnamesische Gemeinde zeigte die kreative Vielfalt der Rituale, die Menschen aus ihren Traditionen auch ins Bistum Dresden-Meißen mitbringen und das gemeinsame gottesdienstliche Feiern bereichern.
Erfahrungsaustausch im Vorfeld des Gottesdienstes
Bereits am Nachmittag hatte Bischof Heinrich Timmerevers Verantwortliche der muttersprachlichen Gemeinden und Sprachgruppen sowie deren Gemeindemitglieder ins Haus der Kathedrale zum Erfahrungsaustausch eingeladen. Weitaus mehr als erwartet waren gekommen: Eine Begegnung mit vielen Elementen zum Austausch miteinander, mit gemeinsamem Singen und sich Kennenlernen, sowohl persönlich als auch durch die Vorstellung der einzelnen Gemeinden und Sprachgemeinschaften. Dabei berichteten die verschiedenen Gruppen von ihrem Alltag, von Schönem und Gelingendem im Zusammenleben mit den hiesigen Pfarreien vor Ort, aber auch von Herausforderungen, auf die sie stoßen, beispielsweise auf Raumknappheit vor Ort und der Suche nach mehr Möglichkeiten der Beteiligung. Die Begegnung war in dieser Weise ein Auftakt, um in unserem Bistum das interkulturelle Zusammenleben als weltweite Familie Gottes ins Bewusstsein zu bringen und miteinander zu gestalten. Laut „Statistik für ausländische Katholiken in der BRD 2025“ (Quelle: Sekretariat der DBK, Bonn) leben im Bistum Dresden-Meißen ca. 19 % (ca. 25.000 Menschen) Menschen mit entsprechendem Hintergrund. Auch das ein wichtiger Aspekt, um sich gegenseitig (neu oder vertieft) zu entdecken und als Brüder und Schwestern gemeinsam unterwegs zu sein.
Organisiert wurde der Nachmittag maßgeblich von einem ebenfalls internationalen Team Hauptamtlicher in unserem Bistum zusammen mit der Hauptabteilung Pastoral und Verkündigung. Am Ende des Nachmittags waren sich Gastgeber und Gäste darüber einig, dass diesem Auftakt weitere Treffen folgen werden. Inspirieren für weitere Schritte und auch die Praxis vor Ort kann die 2024 veröffentlichte Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz (Nr. 115) mit dem Titel „Auf dem Weg zu einer interkulturellen Communio“. Sie kann kostenfrei als Download genutzt werden (Download siehe unten)
(a.go und cl)