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Bistum Dresden Meissen
Ministrantinnen mit Bischof Heinrich Timmerevers bei einem Schulgottesdienst am St. Benno-Gymnasium in Dresden © Andreas Golinski
18. Juni 2026

Neue Zahlen zur Ministrantenpastoral

Rund 300.000 junge Menschen engagieren sich bundesweit

Bonn. Rund 300.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene engagieren sich in Deutschland als Ministrantinnen und Ministranten. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der deutschen Bistümer, die heute (18. Juni 2026) beim Forum Ministrantenpastoral in Wiesbaden vorgestellt wurde. Der Anteil weiblicher Ministrantinnen liegt bundesweit bei rund 54 Prozent.

Die Auswertung zeigt, dass der Ministrantendienst trotz rückläufiger katholischer Jugendjahrgänge einer der größten Orte kirchlicher Jugendpastoral bleibt. Beispielsweise weist das Bistum Rottenburg-Stuttgart mit 21.290Ministrantinnen und Ministranten die höchste absolute Zahl aus. Das Erzbistum Paderborn erreicht mit 55 Prozent den höchsten Anteil weiblicher Ministrantinnen.

Ministrantendienst in der Diaspora

Im Bistum Dresden-Meißen engagieren sich 3.400 Ministrantinnen und Ministranten. Bezogen auf die Katholikenzahlen des Bistums entspricht dies rund 2,7 Prozent. Gerade in einem Diaspora-Bistum macht diese Zahl deutlich, welche Bedeutung der Ministrantendienst für die Sichtbarkeit jungen kirchlichen Lebens hat.

Aktuelle Ergebnisse der 6. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU) weisen gleichzeitig darauf hin, dass Ministrantenerfahrungen innerhalb katholischer Glaubensbiografien junger Menschen an Bedeutung gewinnen. Unter den 14-bis 21-jährigen westdeutschen Katholikinnen und Katholiken mit Erstkommunion- oder Firmungserfahrung geben 47 Prozent an, selbst Ministrantin oder Ministrant gewesen zu sein. In den älteren Generationen ist dieser Anteil deutlich niedriger. Bischof Dr. Klaus Krämer (Rottenburg-Stuttgart), Präsident des internationalen Ministrantenbundes CIM, betont die Bedeutung dieses Engagements: „Ministrantinnen und Ministranten zeigen, dass junge Menschen nicht nur Gäste in der Kirche sind. Sie gestalten Liturgie mit und übernehmen Verantwortung. Der Dienst am Altar verbindet junge Menschenüber Grenzen, Sprachen und Kulturen hinweg.“

Hintergrund

Der Coetus Internationalis Ministrantium (CIM) ist der internationale Zusammenschluss der Verantwortlichen für die Ministrantenpastoral in zahlreichen Ländern. Er wurde 1960/1961 gegründet, um die weltweite Vernetzung von Ministrantengruppen zu fördern und den Austausch über pastorale Konzepte zu ermöglichen. Eine der wichtigsten Aufgaben des CIMist die Organisation der internationalen Ministrantenwallfahrten, die regelmäßig stattfinden.Zuletzt reisten im Sommer 2024 rund 50.000 Ministrantinnen und Ministranten zurinternationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom. Präsident des CIM ist Bischof Dr. Klaus Krämer (Rottenburg-Stuttgart).

Die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj) ist die Fachstelle für Jugendfragen der Deutschen Bischofskonferenz. Sie unterstützt die Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz und arbeitet an zentralen Fragen katholischer Jugendpastoral in Deutschland.

(a.go)