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Bistum Dresden Meissen
Blick in die Dresdner Kathedrale.
07. Mai 2026

Premiere zum Jubiläum: Erstmalig erklingt die h-Moll-Messe in der Hofkirche Dresden

am Sonnabend, 16. Mai, um 19.30 Uhr

Dresden. Im Jahr 2026 begeht die Hofkirche Dresden ihr 275-jähriges Jubiläum – ein Anlass von besonderer historischer und geistlicher Bedeutung, der mit einem außergewöhnlichen musikalischen Höhepunkt gefeiert wird. Das Bistum Dresden-Meißen lädt herzlich dazu ein, dieses Jubiläum gemeinsam zu begehen. Am Sonnabend, 16. Mai 2026, um 19.30 Uhr wird in der Kathedrale Dresden Johann Sebastian Bachs monumentale Messe in h-Moll (BWV 232) aufgeführt – eines der bedeutendsten Werke der abendländischen Musikgeschichte. Der Eintritt ist frei. 

Die h-Moll-Messe gilt als geistliches Vermächtnis Johann Sebastian Bachs und zugleich als Höhepunkt seines kirchenmusikalischen Schaffens. In einzigartiger Weise vereint das Werk unterschiedliche musikalische Stile, Ausdrucksformen und kompositorische Techniken zu einer Klangarchitektur von außerordentlicher Tiefe, geistlicher Kraft und künstlerischer Vollendung.

Mit Dresden verbindet dieses Meisterwerk eine besondere historische Beziehung: Die Teile Kyrie und Gloriakomponierte Bach gezielt für den Dresdner Hof, die dortige Hofkapelle und die katholische Hofkirchenmusik. Mit dieser feierlichen Missa bewarb er sich im Jahr 1733 um den Titel eines Hofkomponisten am sächsischen Hof. Damit ist ein wesentlicher Teil der späteren h-Moll-Messe unmittelbar mit der Dresdner Musikgeschichte verbunden.

Ein Werk kehrt an seinen Ursprung zurück

Zum 275-jährigen Jubiläum kehrt diese Musik nun an einen Ort zurück, der eng mit ihrer Entstehung verbunden ist: Erstmals wird die vollständige Messe in h-Moll im Rahmen eines Konzertes in der Kathedrale Dresden aufgeführt – ein Ereignis von besonderer kulturhistorischer und musikalischer Bedeutung.

Eine Einführung in die Dresdner Entstehungsgeschichte der Teile Kyrie und Gloria gibt Prof. Dr. Michael Maul, Intendant des Bachfestes Leipzig, bereits um 17.30 Uhr im Haus der Kathedrale (mehr Informationen - hier klicken...). In seinem Vortrag beleuchtet er die historischen Hintergründe dieser außergewöhnlichen Bewerbungskomposition Johann Sebastian Bachs sowie deren Bedeutung für die Dresdner Musikgeschichte.

Die Zuhörerinnen und Zuhörer dürfen sich zudem auf eine Aufführung in historischer Aufführungspraxis freuen. Unter der Leitung von Domkapellmeister und Diözesankirchenmusikdirektor Christian Bonath musizieren renommierte Ensembles der Originalklangszene: das Ensemble Paulinum aus Worms, das Vokalensemble der Kathedrale sowie das Dresdner Barockorchester auf historischen Instrumenten.

Das Bistum Dresden-Meißen lädt herzlich dazu ein, das 275-jährige Jubiläum der Kathedrale gemeinsam zu feiern und Johann Sebastian Bachs Messe in h-Moll an jenem Ort zu erleben, der mit ihrer Entstehung auf besondere Weise verbunden ist. Freuen Sie sich auf einen festlichen Konzertabend voller musikalischer Ausdruckskraft und geistlicher Tiefe.