Bistum Dresden-Meißen trauert um Michael Sagurna (70)
Der politische Gestalter, Medienprofi und Freund der Kirche starb am 23. Februar
Dresden. Das Bistum Dresden-Meißen trauert um Michael Sagurna, der am 23. Februar im Alter von 70 Jahren in Dresden verstorben ist. In den letzten Jahren hatte er eine schwere Erkrankung still und würdevoll getragen. Mit ihm verliert Sachsen eine prägende Persönlichkeit der Nachwendezeit, einen politischen Gestalter und Medienprofi – und unser Bistum einen engagierten, klugen und verlässlichen Begleiter, der kirchliches Leben in unserem Bistum auf vielfältige Weise mitgestaltet hat.
Michael Sagurna stammte aus Paderborn. Nach dem Studium der Kommunikations- und Rechtswissenschaften arbeitete er als Journalist. 1991 berief ihn Ministerpräsident Kurt Biedenkopf zum Regierungssprecher des Freistaates Sachsen. In den Jahren des politischen und gesellschaftlichen Neubeginns prägte Sagurna maßgeblich das öffentliche Bild der sächsischen Staatsregierung. Später war er unter anderem als Chef der Sächsischen Staatskanzlei sowie Präsident der Sächsischen Landesmedienanstalt tätig.
Ratgeber und Unterstützer
Für das Bistum Dresden-Meißen war er ein wichtiger Ratgeber und Unterstützer. Generalvikar Andreas Kutschke sagt: „Michael Sagurna war ein überzeugter Katholik, der stets ansprechbar, hilfsbereit und dem Dialog verpflichtet war. Besonders verbunden bleiben wir ihm im Blick auf den Neubau der Leipziger Propstei St. Trinitatis, den er mit großem persönlichen Einsatz begleitete. Mit seinem strategischen Denken, seinem Gespür für Öffentlichkeit und seinem Netzwerk hat er wesentlich dazu beigetragen, diesem bedeutenden kirchlichen Bauprojekt den nötigen Rückhalt zu verschaffen.“
Er wirkte zudem als Mitinitiator der Neugründung der Schulstiftung St. Benno. Damit setzte er sich nachhaltig für die Zukunft katholischer Bildung in unserem Bistum ein. Bildung, Verantwortung und die Weitergabe des Glaubens an kommende Generationen waren ihm ein Herzensanliegen. Auch die konzeptionelle Entwicklung und Gestaltung der Bistums-Jahresberichte trug seine Handschrift.
Dienst an Kirche und Gesellschaft
Generalvikar Kutschke: „Was ihn auszeichnete, war seine Fähigkeit, komplexe Sachverhalte verständlich zu machen, Menschen zusammenzuführen und im Hintergrund die Fäden klug und umsichtig zu halten.“ Mit professionellem Blick, sprachlicher Präzision und einem feinen Gespür für Inhalte half er, die Arbeit des Bistums transparent, ansprechend und nachvollziehbar darzustellen. Er verstand es, kirchliches Wirken in seiner Tiefe und gesellschaftlichen Relevanz sichtbar zu machen.
Generalvikar Kutschke: „Das Bistum Dresden-Meißen dankt Michael Sagurna für seinen Dienst an Kirche und Gesellschaft. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren und schließen ihn in unser Gebet ein. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl gelten seiner Ehefrau und seinen vier Kindern. Möge Gott ihm die Fülle des Lebens schenken. Ruhe in Frieden.“