„Generationen für die Ukraine“
Pfarrei Aue-Bad Schlema unterstützte Caritas-Projekt mit Benefizkonzert am 1. Februar
Aue. "Die Kirche war rappelvoll", berichtet Caritas-Vorstand Wolfram Mager, der das Ukraine-Projekt vorstellte. Die Besucher sangen Weihnachtslieder, Mitglieder der ukrainischen Gemeinde in Aue trugen weihnachtliche Gesänge aus ihrer Heimat vor. Für Fußballfans ein besonderer Höhepunkt: Zwei Spieler des Drittligisten FC Erzgebirge Aue lasen ihre persönlichen Weihnachtsgeschichten vor.
Dazwischen gab es kurze Wortbeiträge zur Situation in der Ukraine und Hinweise auf das Projekt. Am Ende wurde "abgelichtelt". Die Pyramide und die Weihnachtsbäume erloschen, und emotional berührend erklang das Steigerlied.
Infrastruktur völlig zerstört
"Ein ganz herzlicher Dank geht an alle, die die Veranstaltung ermöglicht haben, an die Organisatoren, besonders an Herrn Pfarrer Przemek Kostorz und die Mitwirkenden des Benefizkonzertes", sagte Wolfram Mager. "Es ist der vierte Kriegswinter. Aktuell wird besonders die ukrainische Energieinfrastruktur durch russische Angriffe massiv zerstört", beschreibt er die Situation.
Viele sozialen Einrichtungen und Haushalte seien ohne Strom und Heizung, dies sei besonders kritisch angesichts der extremen Frosttemperaturen bis minus 30 Grad. Wolfram Mager: "Hunderttausende, vielleicht Millionen von Menschen haben darunter extrem zu leiden. Mittlerweile ist die Energieinfrastruktur so weit geschädigt, dass schnelle Lösungen in den Umspannwerken nicht mehr möglich sind. Das, was in Berlin vor kurzem eine Katastrophe war, ist trauriger Alltag in der Ukraine."
Deutsch-ukrainische Partnerschaft
Die Caritas im Bistum Dresden-Meißen hat seit dem Kriegsausbruch Kontakte zur Caritas in Zhovkva in der Westukraine nahe der polnischen Grenze. Mit dem Projekt "Generatoren für die Ukraine" sammelt die Caritas Gelder, die dem ukrainischen Caritasdirektor Pater Stepan Makar zur Verfügung gestellt werden. Von diesem Geld werden mit Hilfe polnischer Partner Generatoren gekauft, die günstiger sind als ein Erwerb in Deutschland wäre. Die Generatoren werden durch die Caritas Zhovkva dann verteilt - dorthin, wo sie am nötigsten gebraucht werden. Das sind soziale Einrichtungen und Haushalte in der Ostukraine, aber auch die Flüchtlingscamps in der Westukraine werden versorgt.
(a.go/wm/as)