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Bistum Dresden Meissen
Pfarrer Nawka erläuterte den Kommunionkindern die Besonderheiten der Nebelschützer Kirche. © Rafael Ledschbor
04. Dezember 2025

Gotteshaus und eigenen Namenspatron kennengelernt

Bildungstag für Erstkommunionkinder in Nebelschütz

Nebelschütz. Insgesamt 90 Erstkommunionkindern aus den sorbischen Pfarrgemeinden hat Pfarrer Gabriš Nawka Mitte November ein Gotteshaus vorgestellt. Am Beispiel der Nebelschützer Kirche zeigte er dabei ihre Besonderheiten auf - etwa einen Stern mit der Jahreszahl 1743 an der Decke. Damit ist nicht nur das Jahr der Errichtung gemeint, sondern auch die Beziehung zum Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau, was zugleich an der äußeren Farbe des Gotteshauses zu sehen ist.

Pfarrer Gabriš Nawka ging mit jeder der vier Gruppen vom Eingang nach vorn und zeigte den Kindern unter anderem den Beichtstuhl, das von Prinzessin Mathilde 1899 gemalte Bild des heiligen Martin, aber auch die Symbole der Evangelisten, die an der Kanzel dargestellt sind. Zum Schluss führte er die Kinder an einen Ort, zu dem sie bisher kaum Zugang hatten – in den Altarraum. Dort fragte er in einem Quiz, ob wohl Tabernakel übersetzt Schrank, Truhe oder Zelt heißt. Nicht wenige staunten, dass damit ein Zelt gemeint ist. Auch mit dem Taufstein beschäftigten sich die Kinder. Eine weitere Besonderheit war, dass sie den Kirchturm besteigen, sich dort die Glocken ansehen und diese auch anfassen durften. Die anderen Gruppen hatten in der gleichen Zeit eine andere Beschäftigung. Bei einem Angebot bastelten sich die Teilnehmer ein Heft über ihren Namenspatron, andere beschäftigten sich mit ihren Namenspatronen in der Katechese, und die vierte Gruppe hatte Spaß am Spielen bei schönem sonnigem Wetter vor dem Nebelschützer Gemeindesaal „Bjesada“.

Begonnen hatte der Tag für die Erstkommunionkinder mit einer Heiligen Messe in der Nebelschützer Kirche. Die Räckelwitzer Dekanatsstelle für Kinderseelsorge hatte den gemeinsamen Tag, wie schon seit Jahren, vorbereitet und durchgeführt. „Viele Helfer haben die Durchführung des Tages inhaltlich mit gewährleistet, aber auch für die Versorgung mit Essen und Getränken gesorgt. Unter ihnen waren ebenfalls einige Mütter der Erstkommunionkinder. Ihnen danke ich herzlich“, sagt Referentin Sabine Lange, die den Tag verantwortet hat.

Text/Fotos: Rafael Ledschbor 

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