Hauptabteilungsleiter Finanzen Jan Martin scheidet aus dem Dienst des Bistums aus
Auf eigenen Wunsch hin widmet er sich einer neuen beruflichen Herausforderung
Dresden. Der Diözesanvermögensverwaltungsrat des Bistums Dresden-Meißen wurde in seiner Sitzung am 5. September darüber informiert, dass der Diözesanökonom und Leiter der Hauptabteilung Finanzen, Bau und zentrale Dienste, Ordinariatsrat Jan Martin, sein Arbeitsverhältnis zum 31. Dezember 2025 fristgerecht gekündigt hat und auf eigenen Wunsch aus dem Dienst des Bistums ausscheidet. Generalvikar Andreas Kutschke bedauert die Entscheidung: „Die große fachliche und persönliche Leistung Jan Martins war eine wichtige Unterstützung für unser Bistum in schwierigen Zeiten. Für seinen weiteren Weg wünsche ich ihm alles Gute und Gottes Segen.“
Der gebürtige Freitaler Jan Martin trat 2019 als Leiter der Finanzabteilung in den Dienst des Bistums Dresden-Meißen ein. Nach dem plötzlichen Tod des damaligen Diözesanökonomen Kyrill Freiherr von Twickel im Juli 2022 übernahm er interimistisch dessen Funktionen. Im November des gleichen Jahres wurde er durch Bischof Heinrich Timmerevers als neuer Diözesanökonom berufen und zugleich zum Leiter der Hauptabteilung Finanzen sowie zum Ordinariatsrat ernannt.
Jan Martin verlässt das Bischöfliche Ordinariat in einer herausfordernden Phase. Seit Ende 2020 befindet sich das Bistum in der intensiven Umsetzung eines Strategieprozesses, der auf eine Forderung des Diözesanvermögensverwaltungsrats im gleichen Jahr zurückgeht. Hintergrund ist ein absehbares strukturelles Defizit, das insbesondere durch das Auslaufen des Strukturbeitrags westdeutscher an ostdeutsche Bistümer im Jahr 2026 entsteht. Hinzu kommen langfristig stagnierende Kirchensteuereinnahmen aufgrund rückläufiger Mitgliederzahlen sowie steigende Aufwendungen für Personal und Immobilien durch Lohnsteigerungen und Inflation. Mit seinem Strategieprozess verfolgt das Bistum Dresden-Meißen das Ziel, langfristig mit einem ausgeglichenen Haushalt seine Aufgaben als Kirche in Sachsen und Ostthüringen verlässlich erfüllen zu können.