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Bistum Dresden Meissen
Kapuziner-Ordensleute unterstützen die Bevölkerung vor Ort. © Kapuziner
25. Februar 2026

Jugendfastenopfer 2026 unterstützt Kapuziner-Missionsstation in Albanien

Jugendliche sammeln Spenden für medizinische Hilfe in Fushë-Arrëz

Dresden. Mit dem Jugendfastenopfer 2026 setzen Jugendliche aus dem Bistum Dresden-Meißen ein Zeichen der Solidarität: In diesem Jahr kommen die Spenden der Missionsstation der Kapuziner in Fushë-Arrëz in Albanien zugute. Die Aktion beginnt traditionell am Aschermittwoch und endet zu Ostern. Spenden sind jedoch das ganze Jahr über möglich. Die Initiative für das diesjährige Projekt geht auf einen jungen Erwachsenen aus dem Bistum zurück. Ziel ist es, die Arbeit der Kapuziner in der nordalbanischen Kleinstadt nachhaltig zu unterstützen.

Hilfe für eine vergessene Region Europas

Albanien ist ein vergleichsweise kleines Land auf dem Balkan mit rund zwei Millionen Einwohnern. Seit Jahren sinkt die Bevölkerungszahl deutlich – insbesondere junge, gut ausgebildete Menschen verlassen das Land. Zurück bleiben häufig ältere und kranke Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. In Fushë-Arrëz engagieren sich Kapuziner gemeinsam mit Franziskanerschwester Gratias für die Bevölkerung. Neben Seelsorge und einem Kindergarten betreiben sie vor allem eine Ambulanz für Menschen, die sich ärztliche Versorgung sonst nicht leisten könnten.

Das staatliche Gesundheitssystem ist vielerorts unzureichend, viele Behandlungen müssen privat bezahlt werden. Für zahlreiche Familien ist das nicht finanzierbar. An den Behandlungstagen suchen bis zu 50 Patientinnen und Patienten die Ambulanz auf. Die Arbeit wird ausschließlich durch Spenden ermöglicht. Dennoch fehlt es oft am Nötigsten: Verbandsmaterial, Medikamente, Desinfektionsmittel – selbst Schmerzmittel sind keine Selbstverständlichkeit.

Konkrete Hilfe – auch in abgelegenen Bergdörfern

Unterstützung erhält das Team vor Ort ab August durch Anton Schreiber, einen jungen Erwachsenen aus dem Bistum. Neben der Arbeit in der Ambulanz gehören auch Hausbesuche in entlegenen Bergdörfern zum Einsatzgebiet – verbunden mit schwierigen Straßenverhältnissen und hohen Kosten. Die Helfer begegnen dort oftmals dramatischen Lebenssituationen: schwer erkrankte Familienangehörige, soziale Notlagen und unzureichende Wohnverhältnisse. Hilfe bedeutet hier nicht nur medizinische Versorgung, sondern auch Ermutigung, praktische Unterstützung und konkrete Verbesserungen der Lebensbedingungen.

Jugendgruppen sind eingeladen, kreativ zu werden

Das Jugendfastenopfer bietet Jugendgruppen die Möglichkeit, sich mit einem europäischen Land auseinanderzusetzen und sich aktiv für einen guten Zweck einzusetzen. Neben der klassischen Kollekte im Gottesdienst sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. 

Alle Informationen zum Projekt: