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Bistum Dresden Meissen
Generalvikar Andreas Kutschke (links) bei der Verabschiedung von Prof. Dr. Gerhard Poppe (rechts). © Michael Baudisch
12. Juni 2026

Musikhistoriker mit Kennerblick

Prof. Dr. Gerhard Poppe aus dem Dienst des Bistums verabschiedet

Dresden. Mit einer Feierstunde im Kreis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde heute, am 12. Juni, Prof. Dr. Gerhard Poppe aus dem Dienst des Bistums Dresden-Meißen verabschiedet. Der Musikhistoriker war seit dem 1. April 2007 für das Bistum tätig. Zunächst wirkte er elf Jahre lang bis März 2018 in der Katholischen Akademie, anschließend in der Hauptabteilung Pastoral des Bischöflichen Ordinariats.

In seiner Würdigung hob Generalvikar Andreas Kutschke insbesondere das von Prof. Poppe Ende vergangenen Jahres veröffentlichte Werk „Musik aus der Katholischen Hofkirche zu Dresden“ hervor. Der historische Führer zur Musikgeschichte der Dresdner Kathedrale fand überregional Beachtung und wurde unter anderem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung rezensiert. „Sie hatten den Kennerblick, die Musik an der Dresdner Hofkirche einem breiten Publikum zugänglich zu machen“, würdigte der Generalvikar die Verdienste des scheidenden Mitarbeiters. Zugleich wünschte er ihm für die Zukunft Gottes Segen sowie Gesundheit.

Liebhaber von Wilhelm-Busch-Zitaten

Auch Dr. Christian März aus dem vierköpfigen Leitungsteam der Hauptabteilung Pastoral dankte Prof. Poppe für sein langjähriges Engagement. Er würdigte insbesondere die fachliche Kompetenz, mit der er sich sowohl in der Hauptabteilung Pastoral als auch zuvor in der Katholischen Akademie des Bistums eingebracht habe. Dabei hob er im Blick auf das Evangelium des Tages die Fähigkeit von Gerhard Poppe hervor, den Erwerb von "Weisheit" als einen lebenslangen Lernprozess im durchaus spannenden Dialog mit anderen zu verstehen.

Für die Katholische Akademie erinnerte Wegbegleiter Sebastian Ruffert an die gemeinsamen Jahre bis März 2018. Dabei hob er auch die persönliche Seite des Musikhistorikers hervor: Als Liebhaber von Wilhelm Busch habe Gerhard Poppe mit manchem Bonmot selbst langwierigen Beratungen neuen Schwung verliehen.

In seinem Dankwort beschrieb Prof. Poppe seine Rolle im Bistum mit einem augenzwinkernden Bild: Er sei ein „bunter Vogel in einer Voliere unter dem Dach des Bischöflichen Ordinariats“ gewesen. Zugleich dankte er für den „Freiraum des Arbeitens“, der ihm während seiner Dienstzeit eingeräumt worden sei.

Die Feierstunde erhielt eine besondere Note durch die musikalische Umrahmung mit Werken von Telemann und Corelli. Am Flügel spielte Christian Bonath, an der Geige H. Djenge. Die festliche Stunde moderierte Claudia Leide, ebefalls aus dem Leitungsteam der Hauptabteilung Pastoral. 
Mit der Verabschiedung endet eine fast zwei Jahrzehnte währende Tätigkeit, in der Prof. Dr. Gerhard Poppe das kulturelle und pastorale Leben des Bistums Dresden-Meißen mit wissenschaftlicher Expertise, historischem Sachverstand und persönlichem Engagement bereichert hat.

Text/Fotos: Michael Baudisch

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