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Bistum Dresden Meissen
Syrien: Hoffnungsvolle Zeichen angesichts bedrückender Realitäten? © Jerome Maas / unsplash
08. Januar 2026

Spielball fremder Mächte? Syrien im Spannungsfeld internationaler Interessen

Akademieabend am Donnerstag, 15. Januar, in Dresden

Dresden. Rund ein Jahr nach dem Sturz der Diktatur Baschar al-Assads laden die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, das Zentrum für Internationale Studien der TU Dresden und die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen am Donnerstag, 15. Januar 2026 um 19.30 Uhr zum zweiten Abend der dreiteiligen Veranstaltungsreihe „Syrien im Umbruch“ ins Haus der Kathedrale ein, der sich besonders dem außenpolitischen Neuanfangs Syriens und der Rolle des Landes im geopolitischen Ringen um Stabilität widmet.

Mit Dr. Muriel Asseburg, Senior Fellow in der Forschungsgruppe Naher/Mittlerer Osten und Afrika der Stiftung Wissenschaft und Politik, dem Politikwissenschaftler Dr. Usahma Felix Darrah, Managing Director der NGO Friends of the Syrian People e.V., und Dr. Bente Scheller, die das Referat Nahost und Nordafrika der Heinrich-Böll-Stiftung leitet, nimmt Moderator Prof. Dr. Dominik Steiger die Interessen der umliegenden Regionalmächte sowie der USA, Russlands, Chinas und der EU in dem durch einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg zerstörten Land näher in den Blick.

Während des Bürgerkriegs geriet Syrien in völlige Isolation: Sanktionen, geschlossene Botschaften und der Einfluss externer Mächte wie Russlands, der USA, der Türkei, Irans und Israels machten das Land zum Schauplatz globaler Machtpolitik. Die neue Übergangsregierung steht nun vor der Aufgabe, außenpolitisch Anschluss zu finden, ansonsten bleiben Frieden und Stabilität illusorisch. Neben Sicherheit spielen auch geoökonomische Fragen wie Handelsrouten und Energie eine bedeutende Rolle. Trotz erster Erfolge, etwa der Lockerung der Sanktionen, bleibt zudem die jihadistische Vergangenheit der neuen Führung auch eine außenpolitische Herausforderung.

Ende Januar schließt ein dritter Abend die Reihe ab: Am 29. Januar 2026 rücken die Syrerinnen und Syrien, die seit 2011 nach Deutschland geflohen sind und mögliche Bleibe- und Rückkehrperspektiven in den Fokus.

Ausführliche Informationen zu den Veranstaltungen und die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie unter: www.lebendig-akademisch.de