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Bistum Dresden Meissen
14. September 2020

Hohenstein-Ernstthaler Gemeinde erinnert an 30 Jahre Deutsche Einheit

Theologe Frank Richter am Montag, 28. September, um 19 Uhr zum Gesprächsabend zu Gast

Hohenstein-Ernstthal. Seit dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland wieder vereint. Was mit der Friedlichen Revolution 1989 begann, fand ein Jahr später ein glückliches Ende. Alle Wege schienen offenzustehen. Der Freudentaumel der Anfangszeit wich aber schnell einer Ernüchterung. Arbeitslosigkeit, Firmenschließungen, geplatzte Träume und tiefgreifende Veränderungen beschäftigten besonders die Gesellschaft im Osten Deutschlands.

30 Jahre nach der Wiedervereinigung ist es an der Zeit, zurückzuschauen und Bilanz zu ziehen. Was ist gelungen, und wo konnten sich die Erwartungen nicht erfüllen? Wie können wir der Zerrissenheit und den aktuellen Herausforderungen in unserer Gesellschaft begegnen? Welche Werte der Friedlichen Revolution sind auch heute noch wichtig? Über diese und andere Fragen spricht der Bürgerrechtler und Theologe Frank Richter in der St. Pius-Kirche Hohenstein-Ernsttahl (Grenzweg 17).

Unter dem Titel: „30 Jahre danach - Über die Gesellschaft im Osten Deutschlands“ begibt er sich am Montag, 28. September, um 19 Uhr auf eine Spurensuche. Der Austausch und die Diskussion mit dem Publikum sollen aber auch nicht zu kurz kommen. So sind alle besonders herzlich eingeladen, ihre persönlichen Geschichten oder Erfahrungen aus den turbulenten Zeiten ´89/90 zu erzählen. Dazu wird es im Anschluss an den Vortrag ausreichend Gelegenheit geben.

Aus Platzgründen ist eine vorherige Anmeldung per Telefon unter 037608 / 27648 oder per Mail unter erwünscht. Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs angenommen.

Wir bitten Sie um die Angabe von

Name (bei Paaren/Familien alle Namen)
Anschrift
Telefonnummer
E-Mail-Adresse (sofern vorhanden)

Diese Daten werden benötigt, um mögliche Infektionsketten später nachvollziehen zu können. Sie werden vier Wochen lang aufbewahrt und danach vernichtet.


Zur Person:

Der in Meißen geborene Frank Richter studierte zunächst Theologie und Philosophie in Erfurt und Neuzelle. 1987 folgte die Priesterweihe. In den Zeiten der Friedlichen Revolution gehörte er am 8.10.1989 zu den Mitgründern der „Gruppe der 20“ in Dresden und vermittelte zwischen Demonstranten und Staatsmacht.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Priesteramt machte sich Frank Richter später vor allem als Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung einen Namen. Daneben tritt er als Autor zahlreicher Bücher in Erscheinung, die immer wieder auch Probleme und Herausforderungen der Gesellschaft im Osten Deutschlands thematisieren. Für sein Wirken erhielt er einige Auszeichnungen wie das Bundesverdienstkreuz oder die Sächsische Verfassungsmedaille. Seit 2019 sitzt Frank Richter als Abgeordneter für die SPD im Sächs. Landtag.

Weitere Infos finden Sie unter: www.f-richter.net

fw

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