Auf den Spuren jüdischen Lebens in Dresden
Weg der Erinnerung 2025
Dresden. Am Sonntag, dem 9. November, dem Gedenktag des Novemberpogroms 1938, fand der diesjährige „Weg der Erinnerung“ auf den Spuren jüdischen Lebens in Dresden statt. An den insgesamt fünf Stationen wurde das diesjährige Thema „Die Nürnberger Gesetze 1935 und ihre Folgen“ von Schülerinnen und Schülern verschiedener Dresdner Gymnasien und einer Gruppe der Katholischen Jugend entfaltet. Die vor 90 Jahren in aller Schnelle ausgearbeiteten und in Kraft gesetzten „Nürnberger Gesetze“ sollten die bereits seit der Machtübernahme Adolf Hitlers praktizierte Ausgrenzung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland auf eine rechtliche Grundlage stellen, um die willkürliche Klassifizierung der Bürgerinnen und Bürger in „Juden“, „Arier“ und „Mischlinge“ vorzunehmen und die judenfeindlichen Maßnahmen zu legitimieren.
Eine der Stationen war von Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen am St. Benno-Gymnasium in ökumenischer Zusammenarbeit im Religionsunterricht vorbereitet worden. Die Kreativität und Ideenreichtum der Jugendlichen führten zu einer abwechslungsreichen Vielfalt bei der Präsentation an den einzelnen Stationen und machten so einen Teil der Geschichte Dresdens gerade auch für Jugendliche lebendig. Die hohe Zahl von annähernd 200 Teilnehmenden zeigt, dass Anliegen und Format der Gedenkveranstaltung, die von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden e. V., der Katholischen Jugendseelsorge Dresden, dem Evangelischen Stadtjugendpfarramt Dresden und der Jüdischen Gemeinde Dresden organisiert wird, auf großes Interesse stoßen und zur etablierten Gedenkkultur der Stadt gehören.
(a.go)