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Die Görlitzer Musikgruppe „Bier-Blumen-Band“, die seit Jahren ein sehr gutes Miteinander der deutschen und polnischen Bandmitglieder pflegt, auf dem "Wir-Denkmal". © IBZ St. Marienthal
14. September 2021

Begehbares „Wir-Denkmal“ in St. Marienthal (Ostritz) errichtet

Internationales Begegnungszentrum setzt sich für Miteinander ein

Ostritz. Das Internationale Begegnungszentrum St. Marienthal (IBZ) errichtete in der vergangenen Woche ein „Wir-Denkmal“ auf dem Klosterhof St. Marienthal. „Wir setzen all denjenigen ein Denkmal, die sich für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und das gute Miteinander von Menschen unterschiedlicher Nation, Religion, Weltanschauung und Hautfarbe einsetzen“, so Dr. Michael Schlitt, Vorstandsvorsitzender des IBZ. „In den vergangenen Monaten und Jahren ist die Spaltung unserer Gesellschaft immer weiter vorangeschritten, ob im Zusammenhang mit der Pandemie oder der Migration. Immer mehr Menschen stehen sich unversöhnlich gegenüber. Wir brauchen aber das gute Miteinander, wir brauchen den Zusammenhalt, sonst werden die gesellschaftlichen Probleme immer größer und auf Dauer unlösbar“, so Schlitt weiter.

Das „Wir-Denkmal“ in St. Marienthal besteht aus einem steinernen Sockel, wie ihn üblicherweise Denkmäler berühmter Personen der Zeitgeschichte besitzen. Im Gegensatz zu den üblichen Denkmälern steht beim „Wir-Denkmal“ jedoch keine Statue auf dem Sockel. Vielmehr werden die Besucherinnen und Besucher in St. Marienthal animiert, den Sockel zu besteigen und sich dort fotografieren zu lassen. Die so fotografierten Besucher und Besucherinnen werden somit selbst zum Denkmal und können ein Zeichen für ein gutes Miteinander setzen.

Erste Besucher haben die Idee des „Wir-Denkmals“ bereits begeistert aufgegriffen, wie die Görlitzer Musikgruppe „Bier-Blumen-Band“, die seit Jahren ein sehr gutes Miteinander der deutschen und polnischen Bandmitglieder pflegt (s. Foto oben). Auch zwei Köche des IBZ, ein Afghane und ein Deutscher, die seit Jahren gut zusammenarbeiten, sind mit als erste auf den Sockel gestiegen (s. Foto rechts). „Wir hoffen nun auf viele Nachahmerinnen und Nachahmer“, so Schlitt.

Das Denkmal wurde vom Ostritzer Steinmetz Robert Vallentin errichtet und ist auch von Rollstuhlfahrerinnen und -fahrern befahrbar.