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Bistum Dresden Meissen
01. April 2021

Für Christen eine heilige Zeit

Die Woche von Palmsonntag bis Ostern

Für Christinnen und Christen weltweit ist Ostern der höchste Feiertag, der Höhepunkt des Jahres: Sie feiern die Auferstehung Jesu und damit das Fundament ihres Glaubens. In den Tagen zuvor gehen die Gläubigen den Weg Jesu mit: von seinem triumphalen Einzug in Jerusalem (Palmsonntag) über das Letzte Abendmahl mit seinen Jüngern (Gründonnerstag), seine Kreuzigung und Grablegung (Karfreitag) bis hin zu seiner Auferstehung (Ostern).

Palmsonntag: Jesus zieht in Jerusalem ein – 28. März

Der Palmsonntag erinnert die Christen daran, dass Jesus auf einem Esel sitzend in Jerusalem einzog und viele Menschen ihm dabei mit Palmzweigen huldigten und zujubelten. Dennoch steht dieser Tag unter einer großen Spannung: Denn wenige Tage später forderte am selben Ort eine große Menschenmenge, aufgestachelt von Gegnern Jesu, ihn zum Tod zu verurteilen.

Gründonnerstag: Erinnerung an das Letzte Abendmahl – 1. April

Das für Juden traditionelle Pessachmahl feierte Jesus auch mit seinen Jüngern. Für ihn ist es in jenem Jahr das letzte Mal, dass er mit ihnen diesen Ritus begeht. Diesen deutet er neu und bezieht ihn auf sich. Dieses Letzte Abendmahl ist der Ursprung der Eucharistiefeier und Grundlage des Priestertums.

Ebenso wichtig ist Jesus aber auch seine Zeichenhandlung an jenem Abend: Er wäscht seinen Jüngern die Füße und trägt ihnen auf, künftig ebenso zu handeln – einander und allen Menschen zu dienen. Eine bleibende Herausforderung!

Nach dem Gottesdienst am Gründonnerstagabend treffen sich viele Gemeindemitglieder normalerweise zu einer gemeinsamen Agape, einem einfachen Mahl. Das kann in diesem Jahr wegen der Corona-Beschränkungen nur innerhalb der Familien stattfinden.

Karfreitag: Jesus stirbt am Kreuz – 2. April

In einem unfairen Prozess wird Jesus wie ein Verbrecher zum Tod verurteilt – er stirbt einen grausamen Tod am Kreuz. Christen gehen in bis zu 14 Stationen Jesu Kreuzweg betend mit – vor allem in der Zeit vor Ostern, besonders aber am Karfreitag.

In allen katholischen Pfarreien weltweit wird traditionell zur Todesstunde Jesu, nachmittags um 15 Uhr, ein Gottesdienst gefeiert. Dieser ist geprägt von der Lesung der Leidensgeschichte Jesu, der Kreuzverehrung sowie von Fürbitten für Kirche und Welt. In diesem Jahr wird dabei – wie bereits 2020 – eine besondere Karfreitagsfürbitte aus Anlass der Corona-Pandemie eingefügt.

In der katholischen Kirche ist der Karfreitag ein strenger Fasttag.

Ostern: Fest der Auferstehung Jesu – 4. April

Die Feier der Osternacht – sie findet am Abend vor dem Ostersonntag oder am frühen Ostermorgen statt – beginnt unter normalen Umständen außerhalb der Kirche an einem Feuer. Daran wird die Osterkerze, Sinnbild für den auferstandenen Christus, entzündet und mit den Worten "Lumen Christi" (lateinisch für: Licht Christi) in die dunkle Kirche getragen, so dass der Kirchenraum immer mehr vom Licht, dem Symbol der Auferstehung, erhellt wird. Die folgende festliche Liturgie feiert die Auferstehung Jesu als Sieg des Lebens über den Tod. Dazu gehört unter normalen Umständen auch die Weihe des Taufwassers. Seit der Frühzeit der Kirche werden in der Osternacht Menschen getauft, auch diese Tradition muss, wie schon 2020, unterbrochen werden.

Gottesdienste im Fernsehen und im Internet

Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie können viele Christinnen und Christen die Gottesdienste in dieser Zeit nicht besuchen und sind auf Übertragungen im Radio, Fernsehen oder Internet angewiesen. Neben den Gottesdienstsendungen in der ARD – dazu gehört auch der MDR – und dem ZDF streamen viele Pfarreien ihre Gottesdienste im Internet, beispielsweise:

Auch verschiedene sorbische Gemeinden übertragen ihre Gottesdienste im Livestream: Die jeweils aktuellen Links sind auf www.posol.de abrufbar.

Der MDR überträgt folgende katholische Gottesdienste (weitere Hinweise unter www.mdr.de/religion/gottesdienste):

  • 02.04. (Karfreitag), 17 Uhr: Klagezeit. Livestream aus der Leipziger Peterskirche (ökumenisch) – nur über www.mdr.de/religion/gottesdienste/ oder mdr+

  • 03.04. (Karsamstag), 20 Uhr: Feier der Osternacht aus der Kirche St. Simon und Juda, Crostwitz. Livestream in sorbischer Sprache – über www.mdr.de/serbski-programm oder HF MDR Sachsen Frequenz 104 MHZ / DAB+ Kanal MDR SORB

  • 03.04. (Karsamstag), 21.30 Uhr: Kath. Gottesdienst in der Osternacht mit Bischof Dr. Ulrich Neymeyr. Livestream aus dem Erfurter Dom – über www.mdr.de/religion/gottesdienste oder mdr+

  • 05.04. (Ostermontag), 10 Uhr: Gottesdienst aus der Propstei Leipzig

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