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Bistum Dresden Meissen
Während die versammelte Gemeinde in der Allerheiligenlitanei alle Heiligen um ihre Fürbitte anruft, liegen die Weihekandidaten auf dem Boden - als Zeichen, das sie sich Gott ganz übereignen wollen. © Elisabeth Meuser
24. April 2021

„Mit Gottes Hilfe sind wir bereit!“

Bischof Heinrich Timmerevers weihte am 24. April vier Männer zu Diakonen

Vier Männer weihte Bischof Heinrich heute Vormittag, am 24. April 2021, in einem festlichen Gottesdienst in der Dresdner Kathedrale zu Diakonen: Drei davon – Holger Friedrich aus der Pfarrei Mariä Geburt Aue-Bad Schlema (57), Franz-Georg Lauck (61) und Christoph Nitsche (50), beide aus der Pfarrei St. Martin Dresden – sind verheiratet und wurden zu Ständigen Diakonen geweiht. Frank Surek (47) befindet sich in der Priesterausbildung und versprach dem Bischof heute zu Beginn des Weiheritus, ehelos zu leben.

In seiner Predigt verband Timmerevers die bevorstehende Weihe mit den Worten des Tagesevangeliums (Joh 6,60-69): „In den Lebensregeln, die Jesus unter anderem in der Bergpredigt in Worte fasste, liegt ein hoher Anspruch – mit dem Ziel, dass Menschen menschenwürdig leben können. Aber wer ist dieser Jesus, der von sich sagt: ‚Ich bin das Brot des Lebens. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Ich bin der Sohn Gottes.‘? Das ist Provokation – da scheiden sich die Geister, und einige Jünger gehen weg.“ Durch unsere Taufe sei uns jedoch das Leben geschenkt, das Petrus in seinem Bekenntnis „Du hast Worte ewigen Lebens“ nennt. In der Taufe verbinde sich Gott mit dem Menschen für immer. „Gott lässt uns nicht mehr los“, so der Bischof.

Alle Ämter in der Kirche seien Dienstämter und müssten der Frohen Botschaft Jesu Christi dienen, betonte Timmerevers. Und so wie Petrus – in der Tageslesung (Apg 9,31-42) – sich den Menschen zuwendet und sie im Namen Jesu Christi heilt und aufrichtet, so seien auch die Diakone dazu berufen, auf die Menschen zuzugehen und ihnen im Namen Jesu zuzusprechen: „Steh auf, ich bin an deiner Seite!“ Dieser hohe Anspruch sei jedoch nur gestärkt mit den Gaben des Heiligen Geistes zu erfüllen, räumte Bischof Heinrich ein.

Im Rahmen des Weiheritus gelobten die Kandidaten dem Bischof und seinen Nachfolgern die Treue und die Bereitschaft, ihren Dienst im Sinne Christi und der Kirche auszuüben. Dann wandte sich der Bischof an die Ehefrauen und fragte sie, ob sie ihre Gatten in diesem Dienst unterstützen wollten. Auch sie bekundeten ihre Bereitschaft.

Als Zeichen dafür, dass sie sich ganz Gott übereignen wollen, legten sich die Weihekandidaten auf den Boden, während die versammelte Gemeinde die Heiligen um ihre Fürbitte anrief (Allerheiligenlitanei). Wie es von den Aposteln in der noch jungen Kirche bezeugt ist, weihte auch Bischof Heinrich die vier Diakone, indem er ihnen die Hände auflegte. Nachdem sie anschließend die Diakon-Stola und die Dalmatik, das Diakon-Gewand, angezogen hatten, überreichte der Bischof ihnen das Evangelienbuch: Sie sollen die befreiende Botschaft Jesu Christi verkünden und auch selber danach leben. Mit dem anschließenden Friedensgruß besiegelte Bischof Heinrich die Aufnahme in das Diakonenamt. Die in den vergangenen Jahren geweihten Diakone schenkten den Neugeweihten ebenfalls den Friedensgruß und nahmen sie damit in ihre Gemeinschaft auf.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von Prof. Thomas Lennartz an der Silbermannorgel sowie einer Schola aus Kapellknaben unter Leitung von Matthias Liebich gestaltet. Via Livestream war die Weihe sowohl an großen Bildschirmen in den Seitenschiffen als auch auf dem Youtube-Kanal des Bistums zu verfolgen.

Fotos + Text: Elisabeth Meuser

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