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Bistum Dresden Meissen
21. Oktober 2020

"Randvoll mit Himmel"

Exerzitien auf der Straße für einen Tag in Leipzig

In diesem Jahr haben sich die Leipziger Gemeinden auf den Weg gemacht – neu auf unsere Stadt, unser Miteinander und unseren Auftrag darin als Christ:innen zu schauen. Im Geist der laufenden Stadtsynode lädt die Kontaktstelle Leipzig deshalb ganz herzlich zu dieser Erfahrung ein: Leipzig ist randvoll mit Himmel.

Wann?         18. September Zentrum-Süd | Von 14 - 18 Uhr

Wo?              KSG, Floßplatz 32

Was?            Geistliche Einführung – Zeit auf der Straße – Austausch – Ausklang.

Wer?             Alle sind herzlich eingeladen,
                      
die bereit sind, sich auf die Zeit der Aufmerksamkeit einzulassen.

„Exerzitien auf der Straße“, das bedeutet zunächst, auf der Straße unterwegs zu sein, den Bewegungen der eigenen Sehnsucht, sich auf ungewohnte Lebenswelten einzulassen. Exerzitien heißt Üben – üben sich selbst, den anderen und Gott neu zu begegnen. Die BegleiterInnen haben selbst prägende Erfahrungen bei diesen Exerzitien gemacht und schöpfen aus dem Reichtum biblischer Überlieferung und christlicher Tradition. Straßenexerzitien laden ein über Konfession und Weltanschauung hinaus.

Fragen und Anmeldung bis 15.09. bei:
Sr. Elisabeth Muche |01743247465 |

Was sind Straßenexerzitien?

Erklärvideo Straßenexerzitien

"Ohne Projekte für Gott"

Lange bevor in Berlin die Idee der Straßenexerzitien geboren wurde, lebte Madeleine Dêbrel in Ivry, Frankreich, ganz neu unter den Menschen, ganz neu das Evangelium.

In ihrem spirituellen Tagebuch "Rues des villes. Chemins de Dieu" (Straßen der Stadt. Wege Gottes) schreibt sie:

 

Wenn euer Hab und Gut sich davon macht, wenn es Gott gefällt,

Sprecht nicht von Armut, sondern von Reichtum.

Wie ein Blinder zurückgeführt in sein Heimatland, ohne Sicht, atmet die Luft des Himmelreiches, wärmt euch auf

In seiner unsichtbaren Sonne, ertastet die feste Erde unter euren Füßen.

Sagt nicht: "Ich habe alles verloren." Sagt: "Ich habe alles gewonnen."

Sagt nicht: "Man hat mir alles genommen."

Sagt: "Ich habe alles erhalten."

Brecht in den Tag auf ohne vorgefertigte Ideen, ohne eingeplante Verdrossenheit,

ohne Projekte für Gott, ohne Erinnerung an ihn,

ohne Euphorie,

ohne Bibliothek -

brecht auf zur Begegnung.

Brecht auf ohne Straßenplan, um ihn zu entdecken - ihr wisst doch, dass er auf dem Weg ist und nicht in den Worten.

Versucht nicht ihn mit besonders originellen Rezepten zu finden, sondern lasst euch von ihm finden, in der Armut eines ganz normalen Lebens.

 

MADELEINE DÊBREL (1947) dans: La joie de croire, p.40.

Weitere Informationen, Hintergründe, Erfahrungsberichte

Anmeldung und Informationen

Sr. Elisabeth Muche
Kontaktstelle Leipzig
0174 3247465