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Bistum Dresden Meissen
21. Oktober 2020

"Randvoll mit Himmel" - Exerzitien auf der Straße für einen Tag

Herzliche Einladung zu Straßenexerzitien an den Adventssamstagen in Leipzig

Advent, verspricht diese Erde randvoll mit Himmel.  Wenn wir sehen lernen mitten im Leben. Wenn wir hörend werden im Lärm. Wenn wir uns wärmen am Feuer eines ganz gewöhnlichen Dornbuschs – und wir beginnen, unsere Wirklichkeit lieben.

 

Dazu möchten wir Euch ganz herzlich einladen

– an einem Tag „Exerzitien auf der Straße“* im Advent.

Wann?           An den Samstagen im Advent:

28. November –    Reudnitz | St. Laurentius, Stötteritzer Straße 47
5. Dezember       Connewitz | St. Bonifatius, Prinz-Eugen-Straße 12
12. Dezember      Zentrum-Süd | KSG, Floßplatz 32

Je  10 Uhr – 17 Uhr.

Was?              Geistliche Einführung – Zeit auf der Straße – Austausch – Ausklang.

Wer?              Alle sind herzlich eingeladen!

 

„Exerzitien auf der Straße“, das bedeutet zunächst, auf der Straße unterwegs zu sein, den Bewegungen der eigenen Sehnsucht, sich auf ungewohnte Lebenswelten einzulassen. Exerzitien heißt Üben – üben sich selbst, den anderen und Gott neu zu begegnen. Die BegleiterInnen haben selbst prägende Erfahrungen bei diesen Exerzitien gemacht und schöpfen aus dem Reichtum biblischer Überlieferung und christlicher Tradition. Straßenexerzitien laden ein über Konfession und Weltanschauung hinaus.

 

Infos, Hintergründe, Erfahrungsberichte unter: www.strassenexerzitien.de

 

Fragen und Anmeldung bei:
Sr. Elisabeth Muche |01743247465 |

Was sind Straßenexerzitien?

Erklärvideo Straßenexerzitien

"Ohne Projekte für Gott"

Lange bevor in Berlin die Idee der Straßenexerzitien geboren wurde, lebte Madeleine Dêbrel in Ivry, Frankreich, ganz neu unter den Menschen, ganz neu das Evangelium.

In ihrem spirituellen Tagebuch "Rues des villes. Chemins de Dieu" (Straßen der Stadt. Wege Gottes) schreibt sie:

 

Wenn euer Hab und Gut sich davon macht, wenn es Gott gefällt,

Sprecht nicht von Armut, sondern von Reichtum.

Wie ein Blinder zurückgeführt in sein Heimatland, ohne Sicht, atmet die Luft des Himmelreiches, wärmt euch auf

In seiner unsichtbaren Sonne, ertastet die feste Erde unter euren Füßen.

Sagt nicht: "Ich habe alles verloren." Sagt: "Ich habe alles gewonnen."

Sagt nicht: "Man hat mir alles genommen."

Sagt: "Ich habe alles erhalten."

Brecht in den Tag auf ohne vorgefertigte Ideen, ohne eingeplante Verdrossenheit,

ohne Projekte für Gott, ohne Erinnerung an ihn,

ohne Euphorie,

ohne Bibliothek -

brecht auf zur Begegnung.

Brecht auf ohne Straßenplan, um ihn zu entdecken - ihr wisst doch, dass er auf dem Weg ist und nicht in den Worten.

Versucht nicht ihn mit besonders originellen Rezepten zu finden, sondern lasst euch von ihm finden, in der Armut eines ganz normalen Lebens.

 

MADELEINE DÊBREL (1947) dans: La joie de croire, p.40.

Anmeldung und Infos

Sr. Elisabeth Muche
Kontaktstelle Leipzig
0174 3247465