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Bistum Dresden Meissen
Die Staatsministerinnen Barbara Klepsch, Prof. Constanze Geiert und Regina Kraushaar im Kreis der Sternsingerinnen und Sternsingern in der Sächsischen Staatskanzlei in Dresden. © Michael Baudisch
07. Januar 2026

Sternsinger bringen Segen in die Sächsische Staatskanzlei und machen auf Kinderarbeit weltweit aufmerksam

Rund 350 Kinder und Jugendliche aus den Bistümern Dresden-Meißen und Görlitz nahmen teil

Dresden. Rund 350 Sternsingerinnen und Sternsinger aus den Bistümern Dresden-Meißen und Görlitz haben heute die Sächsische Staatskanzlei besucht und den Segen für das neue Jahr in das Regierungsgebäude gebracht. Empfangen wurden die als Königinnen und Könige gekleideten Kinder und Jugendlichen von den Staatsministerinnen Regina Kraushaar, Prof. Constanze Geiert und Barbara Klepsch.

Bereits zuvor waren die Sternsinger in der Dresdner Kathedrale zusammengekommen. Bischof Heinrich Timmerevers sandte sie nach einer kurzen Andacht auf den Weg: "Geht als Gesegnete", so Bischof Heinrich. "Tragt den Segen Christi in die Staatskanzlei und in alle Häuser!" In der Kuppelhalle der Staatskanzlei übernahmen anschließend Sternsinger der Pfarrei Heilige Mutter Teresa Chemnitz mit ihrer Gemeindereferentin Annette Kanzler-Saberniak federführend die Gestaltung des Programms.

Zum Ablauf in der Staatskanzlei gehörten unter anderem ein Begrüßungslied, die Vorstellung des diesjährigen Mottos der Sternsingeraktion sowie die Segnung der versammelten Gäste und des Hauses. Mit der Segensformel „20 * C + M + B + 26 – Christus segne dieses Haus“ brachten die Sternsinger ihren traditionellen Haussegen an. Staatsministerin Kraushaar dankte den Kinder und Jugendlichen für ihren Einsatz: "Ihr seid ein Segen und ein großes Vorbild, weil ihr zeigt, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen." Zugleich wünschte sie ein gutes Ergebnis der Spendensammlung: "Die beste Kollekte ist die, die man nicht hört", so die Staatsministerin augenzwinkernd. Im Anschluss an den Empfang in der Staatskanzlei besuchten kleinere Sternsingergruppen auch weitere sächsische Ministerien.

Motto 2026: „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“

Die Aktion Dreikönigssingen 2026 macht unter dem Leitwort „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ auf die Situation von arbeitenden Kindern weltweit aufmerksam. Denn Kinderarbeit ist kein Schicksal: Weltweit arbeiten Millionen Mädchen und Jungen unter teils ausbeuterischen und gesundheitsschädlichen Bedingungen – oft anstelle eines Schulbesuchs. Partnerorganisationen der Sternsinger setzen sich in vielen Ländern dafür ein, Kinder aus Arbeitssituationen zu befreien, ihnen Bildung zu ermöglichen, Schulabbrüche zu verhindern und Perspektiven zu eröffnen. 2026 rücken exemplarisch Projekte in Bangladesch in den Mittelpunkt.

Tradition mit starker Wirkung

Rund um den 6. Januar sind bundesweit Sternsinger unterwegs, singen Lieder, sprechen Segensworte und sammeln Spenden für Kinder in Not. Seit dem Start der Aktion im Jahr 1959 kamen insgesamt mehr als 1,4 Milliarden Euro zusammen. Gefördert werden Projekte für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa – unter anderem in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Ernährung, Kinderschutz, soziale Integration, Nothilfe und pastorale Arbeit. Bundesweite Träger der Aktion sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Mit ihrem Besuch in der Sächsischen Staatskanzlei setzten die Sternsingerinnen und Sternsinger auch in diesem Jahr ein sichtbares Zeichen der Solidarität von Kindern für Kinder weltweit.

Text/Fotos: Michael Baudisch

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