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Bistum Dresden Meissen
05. Oktober 2020

Strippenzieher fürs Bistumsjubiläum

Philipp Hecker: Der Koordinator der Feierlichkeiten zu 100 Jahren Bistums-Wiedererrichtung stellt sich vor

Dresden. Seit März dieses Jahres arbeitet Philipp Hecker für das Bistum Dresden-Meißen. Der 26-jährige Theologe ist zwar in Essen geboren, verbrachte aber bereits seine Kindheit in Dresden. Nach abgeschlossenem Theologiestudium in Erfurt ist er nun zum Berufsstart in die alte (Wahl-)Heimat zurückgekehrt. Im Interview stellt er seine Aufgabe im Bistum vor.

Herr Hecker, was für ein Jubiläum soll denn 2021 im Bistum groß gefeiert werden?

Im Jahr 2021 dürfen wir unseren 100. Geburtstag feiern! Sozusagen. Das Bistum Dresden-Meißen, damals noch Bistum Meißen, wurde 1921 wiedererrichtet. Die Ursprünge des Bistums reichen jedoch bis ins Jahr 968 zurück. Während der Reformation im 16. Jahrhundert kam es zur Auflösung und 1921 dann zur Wiedererrichtung. Eine ereignisreiche Historie also, die auch im letzten Jahrhundert nicht minder turbulent war.

Was ist ihre Aufgabe als Koordinator des Bistumsjubiläums?

Als Koordinator bin ich bildhaft gesprochen die „Spinne im Netz“. An vielen verschiedenen Stellen im Bistum läuft die Planung bereits auf Hochtouren. Veranstaltungen und Gottesdienste werden von unterschiedlichen Gruppen geplant. Damit der rote Faden dabei nicht verloren geht oder sich gar Termine überschneiden, laufen alle Stränge bei mir zusammen und ich gebe mein Bestes, alles im Blick zu behalten.

Hilft es Ihnen bei Ihrer Arbeit, dass Sie in Dresden aufgewachsen sind?

Auf jeden Fall! Die katholische Kirche in Deutschland hat in jedem Bistum eine individuelle Färbung – ungefähr so, wie jede Region auch ihren eigenen Dialekt spricht. In Dresden habe ich nicht nur Sächsisch gelernt, sondern auch erleben dürfen, was es heißt, als Christ in Mitteldeutschland aufzuwachsen. Diese Erfahrung hat sich auch während meiner Studienzeit in Thüringen fortgesetzt. Im Jubiläumsjahr soll sich widerspiegeln, was unser Bistum ausmacht. Ich hoffe, dass ich hierfür ein Gespür entwickelt habe.

Welche Talente können Sie in Ihren neuen Job einbringen?

Das Wichtigste in meiner Position ist wohl eine gute Kommunikationsfähigkeit. Menschen zusammenbringen und zwischen ihnen vermitteln. Gemeinsam Ideen entwickeln und umsetzen –bei diesen Aufgaben versuche ich meine Stärken einzubringen.  

Welche persönliche Motivation bringen Sie in die Planung des Jubiläums ein?

Ich habe vor sechs Jahren mein Theologiestudium aufgenommen, weil ich etwas in Kirche bewegen und mitgestalten möchte. Nun habe ich die Gelegenheit erhalten, meine Ideen einzubringen, in welche Richtung unser Bistum in Zukunft denken und wie es sich aufstellen sollte: weltoffen, den Menschen zugewandt und mit Blick auf seine gesellschaftliche Verantwortung.

Ich möchte ein Jubiläumsjahr mitgestalten, das den Raum bietet, auf die ereignisreiche Historie unseres Bistums zurückzuschauen, das aber auch den Blick nach vorne richtet und möglichst viele Christinnen und Christen an der Frage beteiligt: Wohin segelt das Schiff in Zukunft?

Sie haben Fragen und Anregungen zum Bistumsjubiläum? Melden Sie sich gerne unter

Die Geschichte des Bistums Dresden-Meißen im Überblick?